Wir haben es fast geschafft! Heute ist der 22. Dezember, für die allermeisten von uns der letzte Arbeitstag vor Weihnachten. Noch ein Tag, um letzte Geschenke und Esswaren einzukaufen, noch ein Tag, um alle Päckli einzupacken. Und dann zu vergessen, WAS wo drin steckt und zwei davon wieder auspacken zu müssen. Nicht, dass mir das jemals passiert wäre, geschweige denn, JEDES VERDAMMTE JAHR.

Auf jeden Fall nutze ich heute die Chance, ein bisschen Weihnachtsstimmung zu verbreiten, indem ich ausnahmsweise mal nicht deklariere, welche Gesichtscreme super ist oder welchen Duft du ausprobieren sollst… sondern ein bisschen persönlich werde.

Und zwar mit zehn Dingen, für die ich im Leben allgemein, aber 2017 im Speziellen richtig dankbar bin. Die Christmas Edition der Dankbarkeit, solzäge. Und falls dir das zu kitschig ist, tease ich an, dass wir Justin Bieber noch auflaufen lassen!

Ich bin an Weihnachten besonders dankbar…

1. Für meine Familie

Always first (selbst vor Prosecco): Mein Partner in Crime Nik, mit dem ich Anfang Januar das 20-Jährige feiere und der mich noch immer zum Lachen bringt, zum Teil mit denselben Witzen wie damals, weil ich auch total vergesslich bin. Mit ihm habe ich zwei absolute Wunschkinder gekriegt und gross gezogen – oder soll ich sagen: RELATIV gross? – und unsere Vierermannschaft ist all das, was ich mir jemals von einer eigenen Familie gewünscht habe.

2. Für meine Eltern

Ja, ich habe sie tatsächlich aus meiner Familie «ausgeklammert», weil ich finde, dass sie einen eigenen Shoutout verdienen (und mein Dad, falls er das liest, ruft jetzt grad aus seinem Büro meiner Mutter zu «was meint sie mit Shoutout, Pilzli?»).

Ich bin dankbar, dass sie noch da sind – während links und rechts Freunde von mir mit Todesfällen und Krankheit bei ihren eigenen Eltern zu tun haben und es uns 70’s-Kindern bewusst wird, dass das Zeitfenster zwischen «eigene Kids aus dem Gröbsten draussen haben» und «vielleicht mal etwas öfter Mami anrufen» viel kleiner ist, als wir bisher dachten.

Meine Mom und mein Dad haben auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen – sie sind auch Anfang 70 – aber sie tun es mit so viel Humor, dass ich mir echt ein Stück davon abschneiden kann und mich unglaublich glücklich schätze: Dass sie noch da sind, und dass ich auch noch so gerne mit ihnen Zeit verbringe!

3. Für meine Gesundheit

Als Zeitlebens relativ Übergewichtige muss ich jetzt, mit 44 Jahren, erstmals sagen, dass ich meine gesundheitliche Glückssträhne «trotz» überschüssigen Pfunden offenbar langsam ein bisschen ausgereizt habe. Aber ich versuche wirklich, einigermassen gesund zu leben: Ich bewege mich täglich, ich mache Yoga, ich esse viel Gemüse. Und kann trotz Zöliakie-Diagnose vor drei Jahren und einem leider immer noch nicht erholten Darm ohne zu grosse Einschränkungen durchs Leben… und auch noch geniessen können. Ein riesiges Geschenk, das ich zu schätzen weiss!

Da mich dieser Körper im Idealfall nochmals 50 Jahre durchs Leben tragen soll, gebe ich ihm auch acht. Mein Learning in diesem Jahr, das 2018 noch mehr prägen soll? Meditieren. Stress reduzieren. Atmen, statt ständig zu reden, höhö.

Und mein alljährlicher Kauf von neuen Outdoor-Turnschuhen ist fix eingeplant auf 3. Januar!

4. Für Stretch-Jeans

Wer hat eigentlich elastische Jeans erfunden? Ich finde, man müsste ihr (oder ihm) einen eigenen Feiertag zwischen Weihnachten und Neujahr widmen. Wie wäre es mit dem 27. Dezember? Der gehört doch keinem Christkind oder Stefan oder wie die dann alle heissen? Ich werde ihn jedenfalls feiern, den Erfinder von Elasthan*, mit einer entspannten Gedenkminute, bei der ich uuhuere den Bauch rausstrecke und verzückt deklariere: «Ha! Ich nimme no Dessert!».

*Das war übrigens ein Dr. Joseph Shivers, waaay back im Jahr 1949. Joseph, you’re my homie.

5. Für meine Freundinnen

True story: Als ich in der 1. Sek war, nahm mich mein damaliger Lehrer auf die Seite und fragte mich, ganz besorgt, ob ich vielleich psychologische Hilfe in Anspruch nehmen wolle, weil ich so eine extreme Bienenkönigin sei, die immer im Mittelpunkt stehen muss. Herr Nadler hatte nicht Unrecht damit – im Gegensatz zu seinem fehlgeleiteten Kreuzzug, mich jedes mal, wenn ich lackierte Fingernägel oder zu intensives Make-Up hatte, nach Hause zu schicken zum Abschminken (passierte mindestens fünfmal, danach gab er auf).

Was meint dä damit? Dass ich mich gerne mit tollen Mädchen und Frauen umzingle?

JAAAA!

Meine Freundinnen sind mir unglaublich wichtig, und je älter ich werde, desto grossartiger finde ich es, wenn man sich zwar miteinander amüsieren kann, sich aber in erster Linie gegenseitig trägt, unterstützt und hilft. Meine Freundinnen sind meine Cheerleader, meine Psychologen und meine Peinlich-Tanz-Gschpäänli. Und das Allerbeste daran ist, dass ich auch in meinem beruflichen Umfeld Freundschaften geschlossen habe, die ganz neue Formen zulassen, wie man sich unter Frauen gegenseitig hochheben kann.

6. Für dich

Ja, DU! Auch wenn du dir gerade total unsexy den Schlaf aus den Augen reibst und deinen ersten Kaffee des Tages trinkst, oder diese Zeilen schon leicht angetrunken vom Weihnachts-Apéro im Feierabend-Tram liest… für dich bin ich an diesen Weihnachten ganz besonders dankbar. Denn ohne dich, und andere Pretties, die ihre tägliche Portion Beauty-News hier abholen, könnte ich diesen Blog gar nicht machen.

Oder doch, ich könnte ihn schon machen, aber es würde mir a.) viel weniger Spass machen, Selbstgespräche zu führen und b.) dank Leserinnen wie dir habe ich es auch 2017 schaffen können, mir meinen Lebensunterhalt in erster Linie als Bloggerin zu verdienen. Denn ich habe (vielleicht mit Ausnahme des Schauspielers, der Chewbacca spielen darf) wirklich den besten Job der Welt. Oder zumindest den besten Job, den ich je hatte. Danke, dass du auf diesem Abenteuer dabei bist, und mir nicht täglich schreibst, dass ich weniger Prosecco trinken soll oder dass du LUSH unmöglich findest!

7. Für alle Menschen, die die Songtexte von Weihnachtsliedern AUCH vergessen

Jedes. Jahr. Sorry, aber keiner von uns kennt die zweite Strophe von «Stille Nacht», oder? EBE.

8. Für meine Heimatstadt

Züü. Riiii. Stadt meines Herzens, auch wenn der Rest der Schweiz uns eigentlich so ziemlich unmöglich findet. Es gibt keinen schöneren Ort auf der Welt als mitten auf der Quaibrücke (idealerweise in einem vollbesetzten Tram), denn da siehst du, wer wirklich Zürcher ist. Selbst an grauen Tagen schaust du da einfach vom Smarphone-Bildschirm oder dem 20minuten hoch und schaust erst linkst, dann rechts auf See und Alstadt und findest: GOPFERTELLI, NUR HIER.

Gestern war ich übrigens mit dem Tigerprinzen an der Langstrasse, in einem kleinen japanischen Restaurant beim Güterbahnhof, und selbst dort bei den Prostituierten und betrunkenen Rentnern und noch betrunkeneren Zwanzigjährigen mit Skinny Jeans und Ego musste ich sagen, dass Zürich einfach grossartig ist!

Zurich Quaibrücke, loved by Hey Pretty on Instagram

9. Für Paprika Pommes-Chips

Auch wenn dieser Post eigentlich «10 Dinge, für die ich an Weihnachten besonders dankbar bin» heisst, muss ich ganz klar deklarieren, dass es keinen perfekteren Junk Food gibt als die würzigen, grossartig-krossen Kartoffelchips von Zweifel. Ich brauche keine fancy Vorspeise zu Weihnachten, gib‘ mir einfach eine Tüte Chips und ich bin happy. Wenigstens bis zum nächsten Morgen, an dem ich um sechs Uhr aufstehe, um am See laufen zu gehen, weil ich wieder mal den Fehler gemacht habe, die Kalorien pro 100g nachzuschauen.

I DON’T CARE, UNIVERSUM. Jeder würzige, süsslich-köstliche Biss hat sich gelohnt. Und sogar die Brösmeli im BH danach!

10. Für Sandra

Hab‘ ich jetzt echli extra gemacht, die Sandra NACH Paprika Pommes Chips zu nennen. Aber das hier ist keine Top 10, sondern zehn Dinge, für die ich besonders dankbar bin. Und weil mir Sandra genau jetzt, während ich das schreibe, gegenüber sitz an meinem Stubentisch, kann ich jetzt so ganz poetisch und blumig und Pre-Prosecco-ig sagen, dass ich mich unglaublich glücklich schätze, eine so coole und clevere und GROSSARTIGE Co-Bloggerin gefunden zu haben.

Seit sie mit an Bord ist, macht Hey Pretty einfach mehr Spass, und sie ist eine totale Bereicherung in meinem Leben, sowohl beruflich, wie auch privat.

Und nein, das war nicht einfach eine Ausrede, um dir unser hübsches Weihnachtsfoto hinzulegen, aber WIR NUTZEN DIE CHANCE!

Wofür ich an Weihnachten dankbar bin (Hey Pretty Beauty Blog)

Und damit schicke ich die Frage direkt an dich zurück, Bella:

Wofür bist du dieses Jahr dankbar?

An Weihnachten hat man ja viel Zeit, um sich solche Gedanken zu machen. Und vielleicht bist du auch ganz froh, wenn du vom Weihnachtstisch flüchten kannst, um mir hier einen Kommentar zu hinterlassen, höhö.

In any case wünsche ich dir ein wunderbares, besinnliches Weihnachtsfest, meine Liebe! Hier auf Hey Pretty geht es dann am Dienstag, 26. Dezember weiter mit Beauty-News und den besten Beauty-Launches des Jahres. Ich freue mich darauf!

ABER JETZT ERST MAL: Frohe Weihnachten, Cara.

Wenn du stark genug bist, darfst du dir diese super-hardcore-kitschige Version von «Gloria» anhören. Und Guete Endspurt!

12 KOMMENTARE

  1. Liebe, sehr schöne und ausserordentlich talentiert-schreibende Bienenkönigin 🙂

    Wunderbar deine Dankbarkeit. Kapitel 1 hat mich richtig gerührt. Klasse! Habe deinen Mann umgehend aufgefordert (jetzt wo er mir gegenüber sitzt – zwar nicht mehr lange – er will seinen Platz wechseln) er müsse sofort deinen Blog lesen.

    Du fragst wofür ich dankbar bin? Na für deinen Blog natürlich und das tägliche Lachen und Schmunzeln, welches du mir jeweils entlockst Steffi 🙂

    Uuu-schöne Festtage, herzlich Claudia

  2. Diese beiträge, wie dieser heute, gefallen mir immer am besten. Tanka, han oft glacht au über d brösmeli im bh. 😀🤣 i stimme in fast allem überein mit diar, würkli! Nur züri isch schön und bin gern döt, aber dahai bin i in khur und miar würdend d berga und dr blau hinmel im winter fehla. Und zum schluss, ganz lässig, dass miar üs de summer zum kafi troffa händ. Danka steffi! Liabi grüass und schöni wiehnachta.

  3. Wieder mal ein herzerwärmender Beitrag, Steffi.
    Ohne dich und deinen Blog wäre das Leben öder, eindeutig weniger lustig und langweiliger.
    Danke dafür!
    Den BH-Brösmeli-Gau kenne ich auch, am schlimmsten, wenn man halb liegend auf dem Sofa lümmelt.
    Ich wünsche dir und deinen Liebsten friedliche, fröhliche und erholsame Feiertage! 🍾🥂

  4. Paprikachips!! Herr im Himmel, JAAA! nach einem halben Jahr Amerikareise (auch ein Dankbarkeitspunkt) kann ich das total bejahen. Wie auch Family und Freunde. Mein Gottimeitli welches im November zur Welt kam ist wohl aber meine grosse Nummer eins. Freue mich aufs 2018 mit allen Beautynews, Fashion-scroll-Beiträgen und vieeeeellll Prosecco! Cheers

  5. Liebe Steffi,
    Ich bin froh geht das Jahr 2017 dem Ende zu, es sind viele schöne Dinge geschehen und auch Sachen von denen man nie geglaubt hätte, dass das auch mal passiert, wie zum Beispiel der plötzliche Herzinfarkt mit dem anschliessenden Herzbypass von meinem Papi! Und ja, auch ich bin froh sind meine Zwerge (so nenne ich meine 2 Jungs) gesund, und ebenso dass ich meine Eltern noch habe!
    Vielen herzlichen Dank an dich, wie schon oft erwähnt, zauberst DU mir jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit ein schmunzeln! Danke schön
    Ganz schöne Weihnachten 🎄 🎁 und en ganz en guete Rutscht is neue Jahr 🎉🍾
    P.s Ich liebe Züri, mini Heimat und alles nach Züri isch Usland 😆
    liebe Grüsse
    Zejnepe

  6. Liebe Steffi, liebe Sandra
    Besonders dankbar bin auch ich für meine Familie und natürlich mit grossem Abstand für meine unglaublichen Kinder. Für viele Kleinigkeiten , wie den perfekten Kaffee gefunden zu haben und für Freunde die mich auch noch mögen wenn ich mal richtig mies drauf bin.
    Allerdings fällt mir besonders in der Weihnachtszeit auf wie gut es mir/ uns geht und das es nicht selbstverständlich ist. Das viele Menschen kaum über die Runden kommen und jeden Rappen zweimal umdrehen müssen .
    Ich wünsche euch wunderschöne Feiertage und das ihr die Smarties aus dem BH rausgefischt bekommt bevor sie schmelzen!

  7. Liebe Steffi,
    du hast mir aus dem Herzen gesprochen! So ist Weihachten. Freude und Dankbarkeit und Liebe.Und natürlich Spaß an Kartoffechips.
    Habt es alle gut!

  8. Liebe Steffi
    Dein Blog ist ein echter Aufsteller des Tages und ich freue mich jedes Mal auf deine Beautynews präsentiert mit so viel Charme. Sie sind meine kleine Pause zum schmunzeln und geniessen.
    Nachdem ich 2016 auch noch meine Mama verloren habe (mit 94 ein schönes Alter), bin ich dieses Jahr in Minneapolis bei meiner Zweitfamilie mit Gottenkindern und Gottengrosskindern. Dankbar und glücklich!
    Vielen Dank für deinen Blog und merry Christmas!

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