Achtung, heute wird es ein bisschen Insider-ig hier auf Hey Pretty! Wer mir auf Instagram folgt (oder auch regelmässig liest, höhö), hat vielleicht mitbekommen, dass ich am vergangenen Weekend nach London gereist bin, um zusammen mit Freundin und Bloggerkollegin Claudia von Hoi Berlin an einem Workshop für Bloggerinnen und «Digitale Unternehmerinnen» teilzunehmen.

Die «Career Girl Academy» wurde von den Macherinnen der britischen Website Career Girl Daily organisiert und richtete sich natürlich an Frauen, die entweder bereits als Bloggerinnen tätig sind, oder gerne etwas online aufziehen würden. Da das Bloggen trotz Events und Reisen eine relativ einsame Tätigkeit ist und viele von uns mit unseren täglichen Anliegen und Fragen ein bisschen alleine sind, war es für mich unglaublich inspirierend, mit Profis auf dem Gebiet reden zu können, und auch andere (nicht Beauty-)Bloggerinnen kennen zu lernen. Das Ticket kostete übrigens £115.00, wovon ein Teil dann in Form eines Goodie Bags auch wieder zurückkam…

Der heutige Post ist also eine Art «Behind the Scenes» übers Bloggen und über die «Influencer-Szene»: Hoffentlich spannend für ALLE regelmässigen Hey Pretty-Leserinnen, aber auch an andere Bloggerinnen gerichtet. Chumm mit!

The Career Girl Academy (May 2017) in London: Blogging Event mit Hey Pretty Beauty Blog

THE EVENT:

Zur Begrüssung im hippen Hoxton Hotel in Holborn gab’s vom Career Girl Academy-Team eine kurze Einleitung ins Programm, und ein kurzes Referat zum Thema «How to Start an Online Business with a Limited Budget». Die beiden Gründerinnen Celina Fairbairn und Lois Milan, die ihre «Girlpower»-Plattform vor erst drei Jahren gegründet haben und sich extrem in die Materie reingekniet haben, gaben dabei bereitwillig Auskunft über ihre eigenen «Struggles».

Da die Ladies selbst als digitale Unternehmerinnen Erfolg haben, wollen sie ihr Wissen in solchen Workshops weitergeben, und haben darum zu ihrer ersten «Academy» gleich eine Reihe von weiteren Experten eingeladen. Dazu gehörten die super-charismatische (und lustige) Chloé Watts, die mit ihrer eigenen Agentur chloédigital eine ganze Reihe von erfolgreichen Influencerinnen unterstützt und mit ihrer Präsentation «The Secret Online Strategies All Successful Bloggers and Brands Use» wahnsinnig viel Nützliches teilen konnte.

The Career Girl Academy (May 2017) in London: Blogging Event mit Hey Pretty Beauty Blog

Im Laufe des Tages gab’s auch Ratschläge, wie man sich auf Social Media echte Follower erarbeiten kann (von Charlotte und Dani von der Digital-Agentur Born Social) sowie Tipps, wie man als Bloggerin Geld verdienen kann: Hier gaben Lucy Pilz, Influencerin und Model-Managerin bei MiLK Models, sowie Tania Bunic vom Affiliate-Vermarkter Awin bereitwillig Auskunft und auch viele neue Inputs.

Ach, und dazwischen immer wieder Food, Drinks und tolle Gespräche mit anderen Bloggerinnen wie das coole, völlig ungeschminkte Surfergirl Terri Witherden, Victoria von Apartment Number 4, oder (hier im Bild) der schnuckeligen Carmela von Artemporary, die ebenfalls aus der Schweiz angereist war!

The Career Girl Academy (May 2017) in London: Blogging Event mit Hey Pretty Beauty Blog

Career Girl Academy in London (May 2017): Erfahrungsbericht und Review von Hey Pretty

Weil ich den Tag im Hoxton Hotel in London so toll fand, und es dabei so viele Spannendes gab für alle, die sich in irgend einer Form in der digitalen Welt bewegen, präsentiere ich darum jetzt meine fünf wichtigsten Inputs von der Academy!

Steffi Hidber, Hey Pretty in London

THE LEARNINGS:

1. Dein Blog ist ein Business

Klar teilen wir Bloggerinnen auch unser Privatleben (mehr dazu gleich), aber wer einen erfolgreichen Blog aufbauen will, muss ihn von Anfang an als Business sehen, und entsprechend planen. Das Wort «Strategie» fällt bei allen erfolgreichen Expertinnen ständig, und tatsächlich sollte man immer vor Augen haben, wen man mit seinem Blog anspricht. Sobald man seine Stimme (und seine Leserinnen) gefunden hat, kann man anfangen, diese mit spannenden Themen und Brands zu connecten. Und das ist für beide Seiten extrem wertvoll.

Für mich persönlich ist das zwar schon immer klar gewesen – ich poste seit dem Launch von Hey Pretty im Jahr 2013 fünf Beiträge pro Woche, absolut ohne Ausnahme – aber es ist mir wieder klar geworden, dass diese Zuverlässigkeit auch ein Grund ist, warum mein Blog Erfolg hat.

2. Plane im Voraus

Ich persönlich habe zwar seit ein paar Monaten einen Blogplan, in dem ich zum Beispiel Kooperationen (im Voraus festgelegte Blogthemen und Reviews, für die ich in der Regel bezahlt werde)… aber trotzdem schreibe ich fast jeden Blogpost einfach auf den nächsten Tag, und das echli nach Stimmung. Wenn man ein bisschen vorausplant und auch Themen festlegt, zum Beispiel «Mittwoch ist Make-Up-Tag auf dem Blog», lassen sich die entsprechenden Beiträge meist schneller und einfacher umsetzen.

Chloé von Chloé Digital gab mir den Ratschlag, einen «Blogging Buddy» zu suchen, mit dem ich meinen Content Calender teile, damit wir uns auch gegenseitig daran erinnern können, Deadlines einzuhalten und auch nachzufragen: «Wie kommst du mit Thema XY voran?».

3. Hab’ keine Angst, persönlich zu werden

Damit kämpfe ich hier auf Hey Pretty immer wieder: Ich bin der Meinung, dass ich eine Beauty-Expertin bin, und dass ihr da seid, weil ihr Infos und mein Wissen wollt.

Was ich aber erlebe, ist dass persönliche Posts (ich nenne sie «Musenalp Express») wie dieser oder dieser rein von den Klickzahlen her viel besser performen, und dass meine Leserinnen es super finden, wenn ich aus meinem Leben erzähle.

Ich gebe zu, dass das ein Ansatz ist, der mich bei manchen anderen Blogs nervt, wenn man zuviel «Liebes Tagebuch» macht… aber auch die Expertinnen haben betont, dass nur meine persönliche Geschichte mich von anderen Bloggerinnen abhebt, und dass Ehrlichkeit immer am Besten ankommt. «Show what you know and what you’ve been through!». Auch für Instagram ist hier aus Profi-Sicht klar, dass die erfolgreichsten Influencer immer die sind, die (trotz der schönen Bildwelt) «echt» sind.

Work smarter, not harder! Career Girl Academy in London (May 2017): Erfahrungsbericht und Review von Hey Pretty

4. Analysiere deinen Content laufend

Klar mache ich das auch zwischendurch, dass ich hier auf Hey Pretty checke, welche Beiträge gut laufen, und auch warum sie gut laufen. Fakt ist: Frauen googeln uuhuere viel. So weiss ich, dass Produkte-Reviews (gerade bei etwas teureren Produkten wie Haarstyler oder Luxus-Cremes) sehr wichtig sind bei der Kaufentscheidung. Je besser ich meine Leserinnen kennenlerne, desto zielgerichteter kann ich ihnen Content geben, der sie wirklich interessiert.

Aber bevor man jetzt als Bloggerin sagt: «Oh, das und das läuft gut… ich mach’ nur noch das!», rät die Expertin Char von Born Digital, dass mindstens 10% des Blog-Contents etwas sein sollte, das man noch nie gemacht oder gewagt hat. Denn genau diese neuen Inputs machen einen Blog aus!

5. Lass’ dich nicht von Zahlen wahnsinnig machen

Es ist ein Fakt: Je mehr Leser oder Follower man hat, desto eher kann man mit einem Blog Geld verdienen, denn Marken wollen natürlich den grösstmöglichen Reach erzielen mit ihrem Produkt. Aber noch viel wichtiger als reine Zahlen (die ganze Diskussion über gekaufte Follower auf Instagram oder Facebook lassen wir jetzt mal aussen vor) ist die Frage, WER diese Follower und Leser sind. Da kann auch ein «Microblogger» Kooperationen einholen und Geld verdienen, wenn er eine klar definierte Zielgruppe hat. Das wichtigste Learning für mich, diesbezüglich? Dass es generell wichtiger ist, dass man eine guten und lebendigen Austausch hat mit den Usern (engagement rate) als zehntausende Leser, die sich die melden.

6. Weise bezahlte Kooperationen immer aus

Das ist im Moment nicht nur unter Bloggern ein Riesenthema: Auch du hast bestimmt schon gelesen, dass die US-Aufsichtsbehörden hunderte von Instagram-Stars kürzlich ermahnt haben, dass sie bei ihren Posts immer bezahlten Content ausweisen müssen mit #ad oder #sponsoredcontent.

Da die Vorträge an der Career Girl Academy vornehmlich von Firmen waren, die mit Bloggern und Influencern zusammenarbeiten, wurde das auch von ihrer Seite aus extrem betont: Wirst du bezahlt dafür, dass du ein Produkt oder einen Service bewirbst, dann musst du das sagen, und zwar deutlich.

Wenn man hingegen ein Produkt zugeschickt kriegt in der Hoffnung, dass es besprochen wird, muss man es nicht als Werbung ausweisen, aber erklären, dass das Produkt ein PR-Sample ist. Vielleicht hast du bemerkt, dass auch ich das seit einigen Wochen mache: Da ich als Beautyjournalistin sowieso fast 100% der vorgestellten Produkte zur Review kriege, habe ich das bisher im «About me» deklariert. Das genügt aber nicht mehr, sodass ich es jetzt immer ausweise… genauso, wie wenn ich für eine Kooperation bezahlt wurde*.

Ganz wichtig ist mir hier wieder einmal zu sagen, dass ich wirklich nur Sachen bespreche, die ich toll finde. Egal, ob sie bezahlt wurden oder nicht. Claudia und Sandra, die mit mir an Hey Pretty arbeiten, können bestätigen, dass wir jede Woche «tolle» Angebote ablehnen, die zwar richtig gut bezahlt würde, aber einfach nicht passen. Dann gibt’s eben kein Geld, dafür habe ich meine Glaubwürdigkeit. Und die ist für jeden Blogger das A und O.

Career Girl Academy in London (May 2017): Erfahrungsbericht und Review von Hey Pretty

DAS FAZIT:

Ich weiss, das war jetzt viel Stoff aus der Bloggingwelt… aber das war der erste Event dieser Art für mich, und ich fand es – trotz dem starken Bezugs auf den britischen Markt – unglaublich spannend und inspirierend. Und OKAY, ich brauche eigentlich nie eine Ausrede, um nach London zu gehen, aber ich bin uu froh, dass Hoi Berlin-Claudia die Initiative ergriff und mich fragte, ob ich mitkommen wolle.

Career Girl Daily ist nicht nur als Newsportal für Frauen spannend (und flockig zu lesen), sondern auch richtig gut darin, diese «Girls» untereinander zu vernetzen. Und genau das finde ich auch so cool, wie grosszügig Frauen im Allgemeinen sind mit dem Teilen ihres Wissens. Girl power, indeed!

Career Girl Academy in London (May 2017): Erfahrungsbericht und Review von Hey Pretty

Natürlich waren Claudia und ich nicht nur für die Academy in London… was wir sonst so angestellt haben und wo wir gewohnt haben (spoiler alert: cooles Hotel!) verrate ich dir nächste Woche! Auf Hoi Berlin gibt’s schon die erste Ladung-Shopping-Tipps von Claudia, gugg hier… doch jetzt muss ich aber ran und alle tausend Sachen umsetzen auf dem Blog.

Und nicht zuletzt DIR ein fettes Dankeschön sagen, denn ohne Pretties gäbe es diesen Blog wohl nicht, und ich werde alles tun, dass es dir auch weiterhin Spass macht hier. Und da auch gleich eine Frage:

Fändest du Hey Pretty Live-Übertragungen auf Facebook oder Instagram läss? Wenn ja, hinterlasse einen Kommentar, okay?

Löv und schöne Dunnschtig!

Die Career Girl Academy kann man auch als Webinar downloaden für ca. 25 Franken, und zwar hier. Der nächste Event ist offenbar bereits in Planung, hier  auf Facebook werden Infos folgen, und das Ticket für den letzten Event «live» kostete rund 130 Franken.

Career Girl Academy in London (May 2017): Erfahrungsbericht und Review von Hey Pretty

*Wenn wir schon über «Werbung ausweisen» reden: Ich habe mein Ticket für die Career Girl Academy voll aus der eigenen Tasche bezahlt und werde in keiner Form für diese Review entlöhnt!

14 KOMMENTARE

  1. Moin Steffi 🙂 Also für mich sind Live Streams und Videos nichts, ich geniesse deine lustigen und informativen Texte 😀 E liebe Gruess

  2. Morgen Steffi. Super Post von dir. Fand ich sehr interessant und informativ. Da ich weder Facebook noch Instagram nutze, sind diese Kanäle nichts für mich. Aber Videos hier auf dem Blog sehe ich mir gerne an. Wünsche dir einen schönen Tag

    • Hi Nadja! Oooh, spannender Input! Für mich als Bloggerin ist es manchmal so einfach zu vergessen, dass nicht ALLE auf der Welt so auf allen Kanälen vernetzt sind… aber das mit den Videos hier im Blog merke ich mir! Dankä und liebe Grüsse zrugg!

  3. Hey Steffi ☺
    Ich liebe deine lustigen und persönlichen Texte!
    Instagram und Facebook interessieren mich nicht, bin diesbezüglich also nicht deine Zielgruppe.
    Am liebsten lese ich, bei Kosmetik, Beiträge über Produkte, die einfach erhältlich sind, für die ich also in den Manor oder Marionnaud spazieren kann um sie mir anzuschauen, denn diese sind hier in der Kleinstadt vertreten.
    Minibrands, die nur im hauseigenen Shop erhältlich sind, interessieren mich weniger.
    Nicht jede lebt in Züüri 😉
    Hingegen bin ich markentechnisch ein Luxusweib 💄und lese beispielsweise die Beiträge über den Dior Holiday Look vor Weihnachten immer sehr gern (und vermisse schmerzlich Chanel, deren Les Beiges Kollektion ich super finde und gerne mal etwas darüber lesen würde).
    Deine Zuverlässigkeit schätze ich sehr, man kann sich darauf verlassen, wirklich jeden Werktag einen Beitrag von dir zu lesen.
    Fazit: Mach so weiter wie bisher!
    Du bist jeden Morgen mein Highlight ☉

    • Ahhhh, liebe Eva! Danke fürs ausführliche Feedback… mega spannend für mich zu hören, was bei dir so ankommt, und danke auch für die lieben Worte! Bezüglich Chanel gehe ich übrigens total mit dir überein… und muss dazu e bitz ausholen!

      Leider ist Chanel faktisch die einzige Marke, die mich weder mit Infos beliefert, noch Produkte zu Testen schickt. Ich finde es auch sehr schade, da ich den Brand wirklich mag und sie ganz tolle Produkte haben (und wahnsinnig schöne Kampagnen) – aber Chanel ist sehr «wählerisch», wem sie überhaupt Infos liefern; es gibt nur ganz wenige Blogger, die überhaupt Presseinformationen kriegen, geschweige denn, Produkte.

      Ich gebe offen zu, dass mich das wurmt, weil ich es halt echli persönlich nehme, dass sie bewusst wählen, NICHT auf Hey Pretty zu sein (ich schreibe ja auch für andere Zeitschriften und Online-Kanäle), aber ich kann daran leider nichts ändern.

      Ganz ehrlich, ich kaufe ab und zu Produkte – einfach für mich selbst – blogge aber nicht darüber, weil ich halt finde, dass sie dementsprechend keine PR «verdient» haben bei mir. Es geht mir dabei gar nicht um die Produkte (ich kriege weiss Gott genug Tolles zum Testen!), aber dass sie mir nicht mal schriftliche Infos oder Bilder schicken, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Und muss daraus schliessen, dass sie Hey Pretty einfach echli doof finden.

      So, Mini-Rant vorbei. Aber jetzt weisst du wenigstens, warum es hier kein Chanel gibt… aber die Hoffnung gebe ich trotzdem nicht auf und werde mich bald wieder mal bei ihnen melden und mein anhaltendes Interesse kundtun:-)

      Also, dankätuusig für die herzige Antwort und… fürs Lesen!

  4. Liebe Steffi, ich lese mit grosser Freude deine super Beiträge und finde deine Videos auf dem Blog auch toll. Instagram und Facebook nutze ich nicht. Herzlichen Dank, dass du mich immer wieder zum schmunzeln oder lachen bringst. Liebe Grüsse Claudia

  5. Super Post, Steffi! Habe deinen Blog erst kürzlich gefunden und finde ihn wirklich toll!
    Ich habe ebenfalls vor ein paar Jahren einen Blog angefangen und deine Tipps in diesem Posts sind wirklich nützlich….Vielleicht probiere ich wieder mal auf meinem Blog zu posten 😉
    Wünsche der no en schöne tag & grüessli us luzern! xx Michelle

    • Daaaanke fürs Feedback, liebe Michelle… und ich freue mich, dass dir die Tips was bringen! Wie heisst dein Blog denn? Ich würde ihn gerne abchecken! Liebeliebe Grüsse und danke fürs Lesen!

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