WARNUNG: Das könnte mein längster Blogpost aller Zeiten sein. Das heisst jetzt konkret für dich: Telefon auf Lautlos stellen, dich ins Sitzungszimmer verziehen und dir fünf Minuten Zeit nehmen, um zwischen allen Saft-Selfies auch noch was zu lesen. Denn… Es wurde ge-Detoxed. Und zwar so richtig!

Wie wars? Hat’s was gebracht? Und vor allem: Wie hat es Steffi ohne Kartoffelchips überhaupt überlebt? Die Montags-Ladung Saftkur-Chats… JETZT!

DIE AUSGANGSLAGE:

Steffi Hidber und Nina Salvisberg: Zwei Frauen im besten Alter, die beschlossen haben, dass sie eine Detox-Saftkur nur durchziehen können, wenn sie diese gemeinsam bestreiten – und einander per Chat kontrollieren und unterstützen.

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Das Timing könnte nicht besser sein: Ein paar Wochen nach dem Aufgeben der ganzen guten Neujahresvorsätze, und mit Absicht so eingeplant, dass die Kur fünf Tage einigermassen «ungestört» durchgeführt werden kann, sprich: Keine Einladungen, viel Arbeit. 

Die Säfte der Zürcher Firma Detox Delight werden – genau wie bestellt – am Montag zu uns nach Hause geliefert: Zwei Tage Saft-Vorrat in einer Styropor-Kühlbox (die am Schluss der Kur natürlich retourniert wird!), plus Anleitungen und Tipps für die Detox-Kur.

Das Programm, das wir testen durften, ist das neue «JUICE DELIGHT EASY» – eine neue Saftkur, die recht unkompliziert verfügbar ist. Das heisst: Es braucht maximal zwei Tage Bestellvorlaufzeit, es gibt nur ein einziges Juice-Menu und die Mindesthaltbarkeit für alle Säfte ist dieselbe. So kannst du auch mal eine Kur um ein paar Tage verschieben, bei Bedarf.

Detox Delight Juice Delight Review, Image by Hey Pretty Beauty Blog

Bei Detox Delight werden alle Säfte und Nuss-Milchen 100% roh kaltgepresst, und enthalten weder Geschmacksverstärker noch Zuckerzusatz – hier kannst du mehr darüber lesen.

Und das hätte ich auch tun sollen ein paar Tage vorher, denn ich habe meinen doch recht hohen Koffeinkonsum leider nicht schrittweise heruntergeschraubt… aber sonst war ich total startklar für die Detox-Kur!

Mein erster Gedanke: Das sind ganz schön viele Flaschen, für zwei Tage. Warum liefert sie nicht alles zusammen? Antwort: WEIL NIEMAND PLATZ HAT IM KÜHLSCHRANK FÜR 35 HALBLITERFLASCHEN, THAT’S WHY. Ein Gück, dass es Winter ist, sodass ich meinen Saftvorrat auf dem Fensterbrett aufbewahren kann.

Detox Delight Juice Delight Erfahrungsbericht, Image by Hey Pretty Beauty Blog

DETOX DAY ONE

6:00 Uhr: Jogging Schnell laufen und quatschen am See, wie immer zum Wochenstart mit Nina und ihrem Hund. Wir haben beide die Starter-Limonade «Black Beauty» dabei. Sie schmeckt nicht schlecht – sogar ziemlich pfiffig. Wir fühlen uns ziemlich verwegen und haben ein bisschen Angst im Dunkeln.

Detox Delight Juice Delight Review, Image by Hey Pretty Beauty Blog

Chat_Day_1

9:00 Uhr: So weit, so gut. Die Detox Delight Easy-Kur empfiehlt, dass man die sechs Säfte des Tages ungefähr in zwei-Stunden-Abständen trinkt. Auch der zweite Saft, schmeckt soweit ganz okay – ziemlich scharf mit Chili und Grapefruit.

Etwas später kommt Freundin Tamara kurz zu mir go Käfele. Ich mache ihr einen Latte Macchiato und werde wegen den sich anbahnenden, ziemlich heftigen Koffein-Entzugs-Kopfschmerzen schwach und mache mir einen schwarzen Espresso.

DAS IST EIGENTLICH NICHT ERLAUBT. Aber gopf, ich muss arbeiten können. Und was ist besser: Drei Tage lang Schmerzmittel zu nehmen, oder einen einzigen Kaffee zu trinken?

EBEN.

Detox_Espresso

12:30 Uhr: Habe glaubs echli zu lang gewartet, es sollten 2-Stunden-Abstände sein. Und: Ist es normal, alle 20 Minuten pinkeln zu gehen?

14:30 Uhr: Shit, ich muss über Essen schreiben und online Rezepte suchen. SEHR FIES. Ich hätte mir die Arbeit besser einteilen sollen. Ich mache mir einen Kräutertee, dann direkt in den vierten Saft des Tages, den «Liquid Salad», der gar nicht so gruusig ist. Nina ist anderer Meinung:

Chat_Gemuese_Nina

Bisher haben alle Säfte so ein bisschen nach Apfel geschmeckt. Das könnte recht schnell langweilig werden, oder? Die nächsten beiden Säfte werden plangemäss gekippt während der Arbeit. Abends koche ich dann für die Familie Brätchügeli – ihre Leibspeise, die ich wegen Zöliakie sowieso nicht darf.

Saftkur wäre deutlich einfacher, wenn ich nicht noch kochen müsste, ganz ehrlich.

Chat_Kochen

19:00 Uhr: Die Offenbarung des ersten Tages: DIE MANDELMILCH. Yum! Gehe relativ spät, aber nicht hungrig ins Bett. Letzter Chat-Check mit Nina? Sie ist ebenfalls um 21 Uhr in den Federn.

Detox Delight Juice Delight Review, Image by Hey Pretty Beauty Blog

DETOX DAY TWO:

Okay, mit Hunger aufwachen ist relativ normal bei mir. Limonade-Saft und direkt in den Arbeitsalltag. Oh shit… der Presse-Anlass um 11 Uhr ist mit Steh-Lunch, und ich habe vergessen mit dafür abzumelden, iik!

Dort treffe ich dafür auf die schnuckeligen Bloggerkolleginnen Elisabeth von Bestyears und Morena von M0reniita. Sie machen Witze, dass ich es ohne Prosecco sicher nicht aushalte. Ich habe meine nächste Flasche dabei, aber kann sie da nicht trinken, oder?

Nice to meet You today #beautys @m0reniita @heyprettybeautyblog @grauwilertesta_pr #ultrasun #zuerich #widderhotel

Ein von Elisa Giovanoli / bestyears (@bestyears_ch) gepostetes Foto am

15:00 Uhr: Der Nachmittag dihei ist hart. Ich habe keinen Hunger, aber dieses «krass-satte» Gefühl nach jedem Saft nervt echli. Haben sie deswegen Röhrli mitgeliefert?

Ich trinke Tee dazwischen und merke, wie sehr ich es mir zur Angewohnheit gemacht hatte, beim Arbeiten alle 30 Minuten aufzustehen und einen Kafi zu machen oder etwas kleines zu essen. Ich «grase» sonst den ganzen Tag!

Nina ist auch am Arbeiten, schickt mir noch ein dekoratives Praxisfoto:

Nina_Praxis

16:00 Uhr: Härtetest. Ich muss in die Buchhandlung, Abteilung Kochbücher. Gar nicht so schlimm. Oder doch? Das war eine doofe Idee.

Detox_KochbuchNei

19:00 Uhr: Ein blöder Tag geht langsam zu Ende. Ich bin super genervt, habe total unverhältnismässig die Kids angeschnauzt. Zwischen nicht-Znacht und dem letzten Saft will der Tigerprinz auch noch eine Disukussion übers Haushaltsbudget entfachen, was ich jetzt einfach WIRKICH nicht kann.

Mandelmilch, heisses Bad und früh ins Bett mit Kopfschmerzen.

DETOX DAY 3:

Whoa. Energieschub, HALLO? Bin total gut gelaunt und exxe den ersten Kohle-Drink fröhlich neben meinen Gumfibrot-futternden Kids. I CAN DO ANYTHING!

Chat_DayOne_Kaugummi

Dann laufe (!) ich zu Fuss in die Innenstadt zum ersten Termin, mit Mittags-Saft in der Tasche.

Ich fühle mich wirklich fit, aber irgendwie so e bitz «kalt im Gesicht». Lunch-ohne-zu-essen, Säfte, Schaffe, mit Nina smslen… und dann SCHEISSE, wieder Rezepte googeln. Nicht läss. Ich muss das Buch «One Pot Pasta» besprechen! Nina geht es gerade auch nicht besser.

Chat_Day_3

Ich studiere die Liste von «erlaubten« Snacks, laut Detox Delight-Empfehlung. Esse dann doch nichts, weil… da steht nichts von Kartoffelchips darauf.

Detox Delight Juice Delight, Snack Liste, Image by Hey Pretty Beauty Blog

Die Familie füttert sich abends selbst (danke!), ich gehe wieder um 21 Uhr ins Bett und schlafe wie ein Stein.

DETOX DAY FOUR:

Chat_SaftStress

12:00 Uhr: Ich komme mir vor wie damals, als ich gerade Mami wurde. Da musste ich auch immer aufschreiben, wann ich genau einen Milchschoppen gegeben habe, aber irgendwie wird es mühsam, die ganze Zeit auszurechnen, welcher Saft jetzt bis spätestens WANN getrunken werden sollte.

Ich habe zwar gar keine Lust, zu Essen… aber langsam wirklich genug von den Säften. Ich checke, wie es Nina so geht…

Chat_Mac_1

Da Nina nur zehn Minuten entfernt arbeitet, gehe ich sofort intervenieren. Sie hat nur Witze gemacht, ahem. Aber wir haben Zeit für eine kurze Selfie-Session, immerhin.

Detox Delight Juice Delight Review, Image by Hey Pretty Beauty Blog

18:00 Uhr: Flammkuchen für die Familie zu machen, während ich mich nur noch auf die Abend-Nussmilch freue, ist nur noch gaggi.

Chat_Day_4_Flammkuchen

Detox-Learning des Tages: Wenn man Hunger hat und alles fein nach Essen duftet, hilft ein intensiv duftendes Schaumbad wirklich.

Danach schieben Nina und ich per Chat eine Krise, weil es Freitag ist und unsere gemeinsame Freundin Anna am nächsten morgen zum Prosecco Breakfast eingeladen hat. Wir haben beide wirklich keine Lust darauf, die so erfolgreich durchgestandene Detox-Kur mit Alkohol zu beenden.

Wir wollen aber auch nicht die Assholes sein, die an einem Geburri-Apero Tee trinken, also beschliessen wir, die Kur vorzeitig zu beenden.

DETOX DAY 5: THE SORT-OF-RETOX

Beim Aufwachen der erste Gedanke: Yay, heute darf ich wieder was essen! Aber kaum bin ich aufgestanden, bricht mein innerer Streber aus.

Warum jetzt aufgeben? Dann muss ich ja hier schreiben, dass ich eine WILLENLOSE PFIEFE bin, die nicht mal fünf Tage Saft-Detox schafft!

Chat_FastFertig

Nina ist not amused. Wenig später treffen wir uns mit Anna und Freunden im Kafi, und nehmen beide Prosecco zum Anstossen, aber das Bild sagt echt ALLES:

Detox Delight Juice Delight Review, Image by Hey Pretty Beauty Blog

Wä. Einfach… TOTAL NEIN. Auf richtig leerem Detox-Magen Prosecco? Instant-Bauchweh! Zwei Schlucke reichen! Ich esse wenig später dann ein erstes Reis-Brötchen und kann schon nach wenigen Bissen fast nicht mehr kauen: Meine Kiefermuskeln sind schon derart geschwächt, dass das Essen richtig mühselig ist!

Schmecken tut es trotzdem. Aber es ist bei Weitem nicht so orgastisch, wieder feste Nahrung zu essen. Wer hätte das Gedacht? Aber geschafft haben wir es!

Detox Delight Juice Delight Review, Image by Hey Pretty Beauty Blog

DAS DETOX-FAZIT:

Nina und ich sind uns einig: Die Detox-Saftkur war weitaus weniger hart, als wir es uns vorgestellt hatten. Nichts zu essen bei so vielen, grösstenteils richtig leckeren Säften, fällt viel weniger schwer als befürchtet. Ich fühlte mich nach den fünf Tagen deutlich frischer und irgendwie «leichter» als davor, obwohl (oder weil?) ich jeden Tag die Nährstoffe von bis zu 10 Kilo Obst und Gemüse zu mir genommen habe.

Kein Wunder: Ich wog auch fast 3 Kilo weniger. Zum Abnehmen ist eine solche Kur aber höchstens als Kick-Start und Motivator geeignet, just so you know. Nachhaltig ist anders. Ein weiteres, wirklich sichtbares plus? Auffallend schöne, pralle Haut.

Ich wollte eigentlich diesen Blogpost einfach unter «krasser Stunt!» abstempeln, aber… ich würde eine solche Kur im Fall wirklich wieder mal machen. Klar, kann man auch selbst Saft machen, aber weil ich weder Entsafter noch Mixer besitze und total lazy bin – finde ich die «no brainer-Fixfertig-Kur» grossartig. Und durchaus empfehlenswert.

Having said that: Cheers. Der Prosecco schmeckt jetzt wieder richtig gut, höhö!

Die JUICE DELIGHT Easy Saftkur von Detox Delight ist ab 14. März 2016 erhältlich. 3 Cleanse-Tage kosten 178 Franken, 5 Cleanse-Tage 288 Franken (zuzüglich Lieferung).

Wer bis am 14. März bestellt, erhält mit dem Promo-Code Easy2016 auch grad 10% Rabatt!

Detox_Saftliste_Moodbild

Dieser Blogpost wurde übrigens nicht bezahlt, aber die beiden Saftkuren von Detox Delight offeriert. Bedingung war, dass ich meinen Erfahrungsbericht ungefiltert weitergeben darf!

9 KOMMENTARE

  1. Hallo Steffi,
    Ich hab mir die Website auch schon mal angeschaut nachdem sie bei Pretty Pure waren und war echt schon kurz davor mir die volle Ration Detox nach Hause zu bestellen; und dann hab ich doch gekniffen…
    Denn so echt ohne Kaffee, Guetzli und Teigwaren mag ich für keine Figur der Welt sein.
    Wie lange hält denn der Effekt auf die Haut an? Denn ich glaube du hast die Saftkur ja schon vor ein paar Tagen beendet?
    Liebe Grüsse

    • Hi Silke! Ja, ich habe den Detox vor zwei Wochen gemacht, und ich fand wirklich – an der Haut sah man den Effekt eine gute Woche lang… aber ich war dann auch in den Ferien und eh relaxed (dafür in der Höhe und Kälte!). Das war für mich wirklich die überraschendste «Nebenwirkung»!

  2. Danke für den Bericht und vor allem die lustigen Fotos. Leider ist das ganze Zeugs ein Mythos. Keine wissenschaftliche Grundlage, niemand weiss, was besagte Toxine sein sollen*. Der Gewichtsverlust ist teilweise auf Wasserverlust zurückzuführen.

    Vielleicht als Motivationsspritze geeignet, zu Beginn einer konsequenten Ernährungsumstellung. Grundsätzlich würde ich es nicht empfehlen (bin Ärztin).

    *http://www.senseaboutscience.org/pages/debunking-detox.html

    • Hi Maja! Danke für deinen Kommentar… und JA, ich bin einverstanden: Ich glaube auch, dass der Körper absolut in der Lage ist, sich selbst zu de-toxen. Für mich war es viel eher ein Versuch, meine ganzen «schlechten Gewohnheiten» mal zu durchbrechen, und auch so e bitz mental zu sehen, ob und wie ich es überhaupt schaffe – und wie ich danach weiter mache! Ich sollte das wohl im Blogbeitrag e bitz besser hervorheben:-) Liebeliebe Grüsse (mit einem glutenfreien Cookie im Mund)

  3. Du schreibst, als hättest du die Hölle auf Erden mitgemacht 🙂 Kanst du mal bitte das hintere Etikett fotografieren? #Hintergrund: Aktuell konsumiere ich wie wild die Konkurrenz aus dem Rewe. Allerdings verwenden die auch nur noch Konzentrate und ich suche einen neuen Smoothie-Lieferanten 🙂

  4. Ich kam erst Heute dazu deinen Post zu lesen… ich weiss schon *shame, shame*.
    Aber ich wollte mir eben die Zeit nehmen 🙂 Es ist toll das du ein Post darüber gemacht hast,
    den es interessiert mich schon seit längerem, aber mir extra deswegen einen Mixer anschaffen?
    Da kommt Detox Delight ja richtig.

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