Ja, am Samstag! Und Schatz, du musst jetzt tapfer sein. Denn während es auf Hey Pretty fast immer um Make-Up-Goodies, Schuhe, Pizza-essende-Hamster oder zauberhafte Düfte geht, müssen wir heute mal kurz über etwas reden, das im ersten Moment ziemlich sicher das da auslösen wird bei dir:

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Und zwar geht es um… äh… Blasenschwäche.

SIEHST DU? Du machst jetzt grad genau das Wiig-Gesicht, nicht wahr? Bleib‘ dabei, darling. Denn mir ging es im ersten Augenblick auch so, als Always an mich herantrat, um ihnen beim Launch der neuen «Always Discreet» ein bisschen unter die Arme zu greifen. Dafür haben sie mich extra zu einem Presse-Event nach München eingeladen, bei dem ich erst so chli «yeah! Citytrip!» war und dann eben doch sofort wieder «ew! Gaatnöd!» war.

Denn das ist wirklich ein totales Tabu-Thema.

..

Dann habe ich die Zahlen gesehen. Die mich ehrlich gesagt mehr als ein bisschen schockierten, denn alleine in Deutschland sind acht bis zehn Millionen Frauen davon betroffen.

WOVON, genau?

Well, sie nennen es den «ungewollten Urinverlust». Kann gut sein, dass dir das auch schon mal passiert ist. Der Klassiker ist natürlich dieses schockierte OOPS! wenn man so richtig ich-heule-gleich-los lachen muss. «So funny I peed my pants» gibt’s sogar als T-Shirt, im Fall.

Dann habe ich von einer Freundin erfahren, die ziemlich heftig Sport macht, mitunter auch so Boot Camp/Crossfit-Übungen und offenbar bei richtig harter körperlicher Anstrengung auch gelegentlich pippert, ohne dass sie es will. Das passiert zwar oft bei Frauen, die bereits Kinder geboren haben und ihren Beckenboden schon «stark belastet» haben, aber es kann auch ohne erlebte Schwangerschaft passieren.

Dass ein paar Tropfen abgehen können beim Husten, Niessen oder Lachen, das nennt man «Belastungsinkontinenz». So richtig doof und beschämend wird es aber für die betroffenen Frauen erst, wenn das auch sonst passieren kann.

Weil du jetzt wieder das «ewww»-Gesicht machst, muss ich dir jetzt trotz Samstags-Groove noch ein paar Zahlen dazu zeigen, die mich dann dazu bewegt haben, trotzdem hier darüber zu schreiben:

In Westeuropa ist jede dritte Frau zumindest gelegentlich von Blasenschwäche betroffen. Das sind keineswegs nur «old ladies»,, 11% der Betroffenen sind 18-29 Jahre alt, bei den 30-49-jährigen sind es gar 23%. 73% der Betroffenen schämen sich dafür und 82% davon benützen deswegen Monatshygienerprodukte, die sich dafür eigentlich gar nicht eignen.

Krasse Grafik-Skillz, nicht wahr?

Und nein, das ist kein Beauty-Thema. Aber es ist eines, das in meinen Augen genug wichtig ist, dass du hier auf Hey Pretty nicht nur davon liest, sondern auch verstehst, dass das ganz viele Frauen betrifft. Und dass man da durchaus auch was machen kann dagegen!

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IT’S A BUSINESS.

Always ist natürlich als Marke daran interessiert, diesen Frauen zu helfen. Der erste Schritt war, das Thema zu erforschen und die grosse Studie*, aus der die obigen Zahlen stammen, möglich zu machen.

Mit den frisch lancierten «Always Discreet»-Produkten will man betroffenen Frauen die «Behandlung» des Problems erleichtern, indem sie jetzt nicht mehr zu normalen Binden oder Slipeinlagen greifen müssen, die sich rein vom chemischen und technischen Aufbau her eben nicht für Urin eignen und nicht geeignete Geruchsbinder haben.

Die sehen übrigens so aus und stehen – das ist ganz wichtig – in den Läden direkt neben den ganz normalen Hygieneprodukten:

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FRAUEN SCHÄMEN SICH SOWIESO STÄNDIG, WARUM HIER AUCH NOCH?

Du glaubst wirklich nicht, was ich beim Presse-Event zu diesen Produkten gehört habe, wie weit betroffene Frauen gehen, um ihr Problem Geheim zu halten. Und viele der Frauen, die an der Mitentwicklung beteiligt waren, haben geweint, als sie (endlich) davon erzählen konnten. Und das ist der Clou dieser Produktelinie. Sie schreit nicht «schau her, ich pippere manchmal in die Hose!» sondern lässt sich ganz easy im Supermarkt kaufen – anders als andere Inkontinenz-Spezialprodukte, für die man in die Apotheke muss.

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ES GIBT AUCH ANDERE LÖSUNGEN

Ganz wichtig – und trotz Always-Sponsoring – finde ich es ganz wichtig zu sagen, dass man da wirklich nicht einfach still vor sich her leiden und auf Lebzeiten Spezialprodukte kaufen gehen muss.

Im Gespräch mit Frau Dr. Elisabeth Merkle, die die gynäkolgische und wissenschaftliche Beraterin von Always Discreet ist und nicht nur sehr sympathisch ist, sondern auch eine der coolsten Mireille-Matthieu-Frisuren hat, die ich je gesehen habe…

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…habe ich erfahren, dass es neben gezielten Beckenboden-Training (auch via App!) heute viele Behandlungsmethoden gibt, die das Problem lösen können. Diese reichen von Medikamenten bis hin zu einer kleinen Operation. Doch die betroffenen Frauen warten im Schnitt bis zu fünf Jahre, bis sie ärztliche Hilfe aufsuchen und reden meist nicht mal mit ihrem Partner oder ihrem Hausarzt darüber.

Das ist schade und unnötig, finde ich. Das findet auch Frau Prof. Dr. Dr. Merkle, im Fall. Wir waren schon fast echli BFFs, bis ich mich verabschieden musste.  Die neue Always Discreet-Linie ist da sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Und auch wenn du persönlich nicht davon betroffen bist, ist es sicher hilfreich zu wissen, dass es sie gibt, und dass es da auch Hilfe gibt.

ODER BIST DU IMMER NOCH «EWWWW!»?

Ich hoffe nicht. 

Danke für die Aufmerksamkeit und dir noch ein wundervolles Weekend!

Die Always Discreet-Produkte kosten zwischen ca. 7 und 21 Franken und sind in Supermärkten und Drogerien erhältlich.

*Studie über die Auswirkungen von Blasenschwäche auf die Lebensqualität deutscher Frauen, 2015 im British Journal of Urology International publiziert

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4 KOMMENTARE

  1. Danke für den Bericht! Ich wusste nicht dass Always da auch was macht. Jetzt fehlt nur noch die Limited Spring-(String)-Edition in Pastellfarben mit zartem Blütenduft. Ich habe bereits den Antrag bei Procter & Gamble gestellt. Die Übung habe ich auch schon 3 x gemacht, also der nächste Heuschnupfen-Schub kann kommen.

  2. Guten Morgen!
    Danke für Dein Bericht.
    Ich finde auch, dass man darüber reden/schreiben kann. Auf IG habe ich mehrere Ü40-Followerinnen (bin ja auch Ü40) undwir haben auch schon mehr oder weniger scherzhaft darüber gesprochen. Es ist wirklich ein weit verbreitetes Problem.
    Lieben Gruss!

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