Testing Tuesday? Nein, so plump machen wir es nicht. Aber Fakt ist, dass die zauberhafte Sabrina wieder hochmotiviert für mich und dich und DIE MENSCHHEIT SCHLECHTHIN in ihre Testerhosen (gibt’s sowas? Wenn nicht, muss ich sofort trademarken) gestiegen ist. Und zwar für ein Thema, das vor nur fünf Jahren noch fast undenkbar gewesen wäre.

Aber lassen wir doch die Expertin ran, okay?

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Trockenshampoos sind der Trend schlecht hin im Moment. Meine ersten Gedanken:

..

Echt jetzt?

So ganz ohne Wasser?

Werden meine Haare dann nicht weiss von all dem Puder?

Fragen über Fragen… und das ist nur ein Ausschnitt. Weil ich aber nun mal einfach saumässig neugierig bin auf alles, bei dem mein erster Gedanke «ALSO ECHT JETZT?» ist, muss ich es unbedingt ausprobieren!

Im Test stehen drei Produkte in einer tieferen, mittleren und höheren Preisklasse. Man muss ja auch herausfinden, ob teuer auch gleich besser ist.

Die Funktionsweise ist bei allen Trockenshampoos eigentlich die gleiche: Die darin enthaltene Stärke saugt überschüssiges Fett (Talg) auf und frischt so fettige Haare wieder auf. Dabei verleiht das Pulver auch noch ein ganz klein wenig neues Volumen.

Die zweite Funktion? Der Duft überdeckt unangenehme Gerüche (z.B. Essensgeruch vom Chinarestaurant).

Für wen eignen sich also Trockenshampoos am besten? All diejenigen, welche schnell fettiges Haar bekommen, es aber nicht ständig waschen wollen. Alle, die sensible Kopfhaut haben und die auf zu häufiges Haarewaschen mit Shampoo gereizt reagieren. Alle, die gerne ins Chinarestaurant gehen, danach aber definitiv keine Lust darauf haben, auch noch nach vier Stunden jeden im Umkreis von zwei Metern an das Chicken Kung Pao zu erinnern, das man zu Mittag gegessen hat (gilt natürlich nur für die Haare, Kleider wechseln müsste man also auch noch).

Praktischerweise sind daher auch alle Verpackungen meiner Testprodukte im Handtaschenformat und können überall hin mitgenommen werden!

MEINE DREI PRODUKTE IM TEST:

1. EIMI «Dry Me» von Wella Professionals (65ml), ca. 10 Franken

Eimi Dry Me Mini, Wella Professionals (Image Copyright: Hey Pretty Beauty Blog)

Das günstigste Dry Shampoo im Test in Form eines Aerosolsprays arbeitet mit Tapiocastärke (auch Maniok genannt, wird oft in der lateinamerikanischen Küche verwendet).

Dank dem Gas-Spray-System lässt sich das Produkt gut an den Haaransatz sprühen. Nur der Sprühkopf verlangt einen halben Kraftakt bis er endlich zu sprühen anfängt. Anschliessend ist viel Bürsten und gutes Einarbeiten angesagt. Sonst sieht es bei meinem dunklen Haar aus, als ob ich einen grauen Haaransatz hätte – eh ja – ich habe noch keine grauen Haare! Nönönö…

2. Björn Axén Styling Powder Dry Shampoo (80ml), 12 Franken

Björn Axén Styling Powder Dry Shampoo, Review (Image Copyright: Hey Pretty Beauty Blog)

Dieser stylishe Aerosolspray arbeitet mit Kartoffelstärke. Dies hört sich nicht so sexy an, ist aber durchaus effektiv. Auch hier: Aerosol = super einfach auf den Haaransatz zu bekommen. Auch der Sprühkopf lässt sich leicht auslösen. Mit genügend Abstand grosszügig auf den Haaransatz sprühen und durchkämmen…und nochmals durchkämmen. Ok, das reicht! Der Effekt gefällt, der Duft ist der eines klassischen Haarsprays.

3. Aveda Shampure Dry Shampoo (60ml), 43 Franken – Nachfüllung 38 Franken

Aveda Shampure Dry Shampoo Review, Image Copyright: Hey Pretty Beauty Blog

Oha, mit «Calming Aroma» (das kann ich heute echt gebrauchen!). Natürlich wird bei Aveda kein Aerosol verwendet – und der Behälter kann sogar wieder aufgefüllt werden, alles also total frei von ökologischen Gewissensbissen! Nur blöd: Das Ding ist etwas mühsam in der Anwendung. Das Puder auf den Scheitel zu bekommen, ohne, dass es aussieht als ob man sich eine Line voll echt ungesundem Halluzinogen auf den Scheitel streut, ist nicht ganz einfach. Anstatt direkt auf die Haare zu streuen, besser auf den Händen verteilen und dann einarbeiten.

Mit etwas Übung geht auch das mit der Zeit, dafür muss man länger bürsten und kneten, um den Omi-Grauschimmer weg zu bringen und damit das Shampoo dabei trotzdem gut am Haaransatz eingearbeitet werden kann. Ausserdem läuft man Gefahr, das halbe Badezimmer einzupudern. Dafür duftet man dann wie ein Yogi-Meister bei der Arbeit. Und jetzt alle zusammen: Ommmmmmmm! Hier wird übrigens neben Maisstärke ebenfalls mit Tapioca und Hafermehl gearbeitet. P.S.: Nicht zum Backen geeignet das Ganze..

Wer Kräuterdüfte mag: Go for it. Wer nicht: Bleib‘ bei Björn Axén!

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MEIN RANKING (auch von Freundinnen gegengetestet, danke Mädels):

  1. Björn Axén Styling Powder Dry Shampoo: Einfache und wirksame Anwendungsform. Mein klarer Favorit!
  2. Aveda Shampure Dry Shampoo: Stärkerer Duft, der länger am Haar haften bleibt, aber etwas kompliziert in der Anwendung. Dafür Extrasternchen für die umweltfreundlichere Verpackung.
  3. Dry Me von EIMI: Der Effekt ist ähnlich wie bei Björn Axén, hält aber weniger lang an. Der Sprühknopf führt aber leider zu Muskelkater im Finger!

Danke für den ausführlichen Test, Sabrina… du bist heute unsere Puder-Prinzessin, höhö.

Happy Tuesday, ihr Pretties – und bis morn!

EIMI ist u.a. bei Perfecthair erhältlich, Björn Axén gibt’s u.a. bei Globus und Jelmoli und Aveda ist in ausgewählten Salons erhältlich, sowie bei Manor.

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