So richtig lausig soll es werden, das Wetter an diesem Spät-Oktober-Weekend. Selbst Steffi, der ausgewiesene Herbst-Fan, findet die Prognose grad echli gar trist. Und liefert darum zum Weekend-Start eine Ladung Sonnenschein, Le Mirador Spa-Genuss und, äh… Charlie Chaplin. Aber ALLES DER REIHE NACH!
Vor ein paar Wochen durfte ich meine Freundin und regelmässiges Reisegeschpäändli Nadja Zimmermann von Loumalou in den Kofferraum auf den Beifahrersitz packen, um mit ihr an den wunderschönen Genfersee zu fahren.
Wir folgten einer Einladung des Le Mirador Resort & Spa – einem wunderschönen 5-Sterne-Hotels, welches hoch oben über Vevey, inmitten der Rebberge des UNESO-Welterbes der Schweiz Geniesser aus der ganzen Welt anzieht.
Und jetzt auch uns… jedenfalls für 24 Stunden!



DAS HOTEL:
Das 1904 (als «Mon Repos»-Klinik für Nervenkranke!) erbaute Luxushotel mit eigenem Medical Center bietet einen absolut einmaligen Blick über den Lac Léman, sowie tief ins Rhonetal hinein.
Das alpine Panorama, kombiniert mit einzigartigem Service und extrem stilvollen, modern designten Zimmer (insgesamt verfügt das Le Mirador über 61 Zimmer und Suiten) ist echt fast ein bisschen atemberaubend.
Ich entschuldige mich JETZT schon für die vielen Aussichts-Bilder, aber… ich glaube, du verstehst, warum!
Der Mix aus klassischen Räumlichkeiten wie das üppige Billiard-Zimmer oder der Speisesaal mit dem modernen, superluftigen Anbau ist gelungen, und Nadja und ich freuen uns sehr über unser grosse, top eingerichtete Junior Suite (alle Zimmer und Suiten verfügen über einen eigenen Balkon mit Sonnenliegen, by the way) im modernen Südflügel.



Wir richten uns aber nur kurz ein, weil… well, you know: Der Spa ruft!
LE SPA GIVENCHY:



They had me at «Givenchy» of course! Vor ein paar Jahren hat sich Givenchy beauty-technisch ziemlich zurückgezogen vom Schweizer Markt, was ich total schade finde: Mit Ausnahme vom Douglas-Webshop (der ein beachtliches Sortiment haben!) gibt es die wunderschönen Make-Up und Pflegeprodukte bei uns nirgends mehr zu kaufen, weshalb ich mich immer ein bisschen darauf stürze, wenn ich es in Duty Free-Shops im Ausland sehe.
Darum war für mich ganz klar die Givenchy-Gesichtsbehandlung das Highlight des Aufenthaltes im Le Mirador!
«The secret of elegance is to look like yourself» war die Maxime von Hubert de Givenchy, und diese wird hier im Le Mirador auf wunderschöne Art gelebt. Im Spa Givenchy gibt’s auf 1750m2 Ruhe, Beauty und dieselbe atemberaubende Aussicht wie im Rest des Hotels: Ich liebe es, wenn der Spa buchstäblich einen Fensterplatz kriegt, und nicht im Keller versteckt wird!

In insgesamt 11 Treatment-Räumen werden Gesichts- und Bodybehandlungen, sowie Massagen mit den luxuriösen Givenchy-Produkten angeboten… ausschliesslich von in-Paris-im-Mutterhaus ausgebildeten Therapeutinnen und Kosmetikerinnen.
Ich bin ein bisschen stolz darauf, dass ich während eineinhalb Stunden ausschliesslich Französisch gesprochen habe mit meiner Beauty-Expertin Swetlana, schäme mich aber auch ein bisschen, dass sie SO viel erzählen konnte zu den einzelnen Vorgängen und Produkten, dass ich zwar uuhuere viel gefragt habe, aber jetzt fast nichts mehr dazu wiedergeben könnte hier!
Ich muss wirklich mal ein Auslandjahr machen in Paris! Ooooh, wie wäre es mit einem neuen Sub-Blog «Hey Pretty – The Paris Years?»!
Sorry, zurück in den Givenchy-Spa und in das wirklich üppige, unglaublich entspannende «Le Soin Noir Signature Treatment» (90 Minuten, 345 Franken), die mit den Produkten der neuen Anti-Aging-Linie ein Rundum-Erneuerungs-Paket schnürt, immer mit der Power einer uralten Algen-Art, die ganz besondere regenerative Fähigkeiten aufweist.

Mein absoluter Lieblings-Teil des Treatments war definitiv die überraschende Reinigung Le Soin Noir Rituel de Nettoyage: Ein Reinigungs-Gel, das sich wie eine Peel-Off-Mask anfühlt beim Auftragen, und dann mit dem (dazugehörigen) schwarzen Konjac-Schwamm und Wasser aufgeschäumt wird und zu einer sprudelnden, sinnliche Schaum-Masse wird. Ich fand das Produkt so grossartig, dass ich nach dem Treatment UM EIN HAAR 120 Franken dafür ausgegeben hätte.
Meine Selbstbeherrschung hielt aber nur bis nach Hause, wo ich mir das Produkt direkt bei Douglas bestellen musste, hüstelhüstel.
Sie ist wirklich super, ich schwörs!

Wunderbar entspannt von Swetlana’s Zuwendungen und wunderbarer Massage schwebte ich auf die Sonnenterrasse, wo Nadja unter einem riesigen Sonnenschirm lag und beflissen eine Charlie Chaplin-Biografie las.
Oder «zu lesen versuchte», weil ich sie ständig coachen wollte in der Kunst des perfekten Hot Dog Legs-Fotos. SIE WAR NICHT INTERESSIERT.

Das Wetter war viel zu schön, um Hammam und Sauna auch noch entdecken zu gehen, doch das könnte ich absolut auch nachholen, denn der Spa Givenchy kann auch als Tagesausflug besucht werden: Für 80 Franken gibt’s im Day Spa den ganzen Tag Zutritt zu Fitness, Sauna, Hammam und dem wunderschönen Pool mit Panorama-Sonnendeck... aber wenn du schon hier bist, wäre es fast schade, sich kein Beauty-Treatment zu gönnen! LE SOIN NOIR, sägi nume!


Aufgebrezelt für den Apéro auf der Sonnenterrasse machten wir uns dann in Richtung «Znacht» auf die Socken, denn im Le Mirador isst man auch ganz, GANZ vorzüglich.
Im hoteleigenen japanischen Restaurant Hinata durften Nadja und ich ein dreigängiges Chef’s Menu geniessen: Zuerst draussen auf der Terrasse, und dann – als sich auch die letzten Gäste vor dem sturzartigen Gewitter geflüchtet waren – fürs scharfe, köstliche (und glutenfreie!) «Popcorn Chicken» drinnen, bevor wir satt und happy ins Bett fielen.

Allzu lange ausschlafen gab’s aber nicht: Nach dem tollen Frühstück im Le Mirador hiess es «adieu», und wir fuhren auf kurvigen Landstrassen durch die Rebberge hinunter nach Vevey, denn wir wollten unbedingt früh in der neusten Attraktion der Region sein!
CHAPLIN’S WORLD:

Mein Gott, dieser Blogbeitrag wird ELLENLANG! Ich könnte dich jetzt durchaus auch noch stundenlang zutexten über die Geschichte hinter dem 2014 eröffneten Museum in Charlie Chaplin’s Villa und dem dazgehörigen Kino und «Erlebnis-Rundgang». Es wäre aber fast ein bisschen schade, denn der Besuch von Chaplin’s World war für mich eine totale Überraschung!
Ich hatte so ein bisschen Disneyland-für-Touristen erwartet, aber sowie die unglaublich schön hergerichtete Villa mit «Lebens-Museum» der Familie Chaplin, wie auch das Kino war einfach SENSATIONELL gemacht.





Auch wenn ich vorher mehr oder weniger gar nichts über die Schauspiellegende (und den Revoluzzer!) Charlie Chaplin wusste, war es extrem spannend… und das ganze Setting im Anwesen derart schön, dass ich den Besuch wärmstens empfehlen kann.
Es gibt in der Gegend ohnehin total viel zu entdecken: Neben Chaplin’s World lockt auch das Alimentarium, eine Schifffahrt auf dem Lac Léman, das Schloss Chillon und vieles mehr.
Nadja hat übrigens hier mit «Warum Vevey eine Reise wert ist» ein grosses Feature zu unserem Trip geschrieben.
Lustigerweise ist sie zwei Wochen später gleich wieder hingefahren, um das neue Design-Hotel «Modern Times» zu reviewen, welches auch toll aussieht. Nachlesen auf LouMalou, please!

VEVEY, ICH LIEBE DICH:
Klar, dass Najda und ich noch dem Städtchen Vevey einen Besuch abstatten wollten, bevor wir uns wieder in Richtung Zürich davonmachten… nach einem wirklich feinen Lunch im Café N & Co. in der Bio-Boutique Quinte & Sens (mit vielen glutenfreien Speisen UND SOGAR EINEM SANDWICH), etwas Sightseeing in Altstadt und am See…




…mussten wir beide zugeben, dass diese kleine Stadt beaucoup de charme hat! Fun fact: Ich kannte Vevey vorher nur von zwei romantischen Weekends in meinen frühen Zwanziger, als ich mit einem Designstudenten angebandelt hatte, der hier in Ausbildung war – und in den ich mich gleichermassen wegen seiner wunderschönen Wohnung am Hang oben, wie auch in seine dramatischen Liebesgeständnisse verguckt hatte. SORRY, ER HAT MIR NACH DEM SCHLUSS MACHEN SEINE TRÄNEN GESCHICKT, IN EINEM EIGENS DAFÜR DESIGNTEN FLAKON.
Take that, Tigerprinz! Just kidding. Bitte weine nicht.

DAS HEY PRETTY-FAZIT:
Natürlich ist die umwerfende, höchst-Instagram-würdige Aussicht der Haupt-Anziehungspunkt des Hotel & Spa Le Mirador… aber was mir hier wirklich gefällt, ist sich das Hotel (inklusive Restaurants, Spa und Zimmer) nie zu «exklusiv» anfühlt. Dafür ist das Personal viel zu freundlich.
Vielleicht lag es einfach auch nur daran, dass Nadia und ich es richtig genossen haben, ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen und stundenlang zu reden – aber diesen freundlichen, fast laid-back Vibe fand ich auch «unten» in Vevey vor… also liegt es vielleicht wirklich an der Luft und dem Gefühl von Weite, das ich sowieso immer geniesse, wenn ich am Genfersee bin… hier kannst du meine Spa Reviews in Lausanne und Montreux nachlesen für noch mehr Lac-Léman-Glück!
All in all ein wunderschönes Erlebnis, das sowohl mein Beauty-Herz (Givenchy-Liebe forever!), wie auch meinen Gaumen (sushi with a view!) und meine Seele (gopfertelli, dieser See!) nachhaltig verzückt hat.
Ich sagte dir, es gibt heute viel Sonnenschein auf Hey Pretty!
Ich hoffe, du hast den Kurztrip mit uns genossen und dabei auch virtuell ein bisschen Sunshine getankt. So, jetzt aber hopphopp ins hoffentlich gemütliche Weekend. Hast du Tolles vor? Oder gibt’s Cocooning-de-Luxe bei dir? Auch gut!
Auf ein wunderbares Wochenende und bis am Mäntig, chérie!
Le Mirador Resort & Spa, Chemin de l’Hôtel Mirador 5, 1801 Mont-Pelerin. Doppelzimmer ab ca. 300 Franken pro Nacht. Das Spa Givenchy steht auch nicht-Hotelgästen offen, hier lang zum Treatment-Menü!

*Der Aufenthalt im Le Mirador, sowie das Beauty-Treatment im Givenchy Spa wurde mir vom Hotel zu Reviewzwecken offeriert.

5 Comments
Wow, Steffi, I LOVE that skirt!! where did you get that?
@Sonja: Why thank you! I got it at H&M about a year ago!
It’s awesome and really really suits you!
Herrlich geschrieben und die Bilder!! Da wünscht man sich auch ein Teil deines Reisegespänlis zu sein….😍
@Tina: Hihihi… eine Spa-Posse? DAS WÄRE DOCH WAS!