Halloween. Seufz. Ich glaube, das war früher mein absoluter Lieblings-Feiertag, weil ich mich nicht nur verkleiden durfte, sondern auch noch ziemlich ungebremst etwa 2 Kilogramm Süssigkeiten innerhalb von 24 Stunden verdrücken durfte. In einer Familie, in der es auf die Frage: «Can I have dessert?» lautete: «IM GARTEN HAT’S TONNENWEISE ORANGEN AM BAUM».

Nachtrag 1: Ich bin in Kalifornien aufgewachsen

Nachtrag 2: Ich war ein ziemlich dickes Kind

Nachtrag 3: Bis heute verfluche ich Orangen. DAMN YOU, CALIFORNIA!

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Grundsätzlich fände ich es drum eigentlich cool, dass Halloween immer mehr auch in der Schweiz gefeiert wird… jetzt, wo meine Kids im Alter sind, dass sie selber «Trick or Treating» gehen wollen. Aber wenn man so zmitzt in der Stadt lebt wie wir, ist es einfach sehr seltsam, plötzlich bei allen Nachbaren, die man während dem Rest des Jahres tunlichst ignoriert, plötzlich mit einer Horde verkleideter Kinder an der Türe zu klingeln und Süssigkeiten zu verlangen.

Vorletztes Jahr haben wir bei einem alten Mann geklingelt, der in Pantoffeln und Pyjamahosen an die Türe kam. Und dann so perplex war, dass er alle Kinder reinbat, etwa fünf Minuten lang in seiner Küche herumpolterte und dann wieder zu uns kam, mit einer halben Tafel Kochschokolade und einem total traurigen Gesichtsausdruck: «Ich habe sonst nichts Süsses!», meinte er. Und ich schwor mir, dass wir fortan nur noch bei Freunden MIT KINDERN klingeln gehen, das geht doch gar nicht, Rentner so zu traumatisieren!

WO WAR ICH? Ach ja, Halloween 2013. Meine Mädels gingen als Hexe und «Zombie-Prinzessin» ein bisschen Blödsinn machen mit ihren Freunden im Dunkeln. Und mein Tigerprinz und ich haben gaaaaaaanz gemütlich Halloween-Dinner gemacht. Eigentlich wollte ich diesen unglaublich lecker aussehenden Flammkuchen mit Kürbis und Ziegenkäse machen, doch dann war ich doch zu faul und hatte schon zwei Gläser Weisswein intus, drum gab’s nur Kürbissuppe. Und andere Dinge, die ich hier nicht näher beschreibe.

Aber ich schwörs, MORGEN MACHE ICH IHN. Und du bitte auch, Spätzli!

Flammkuchen mit Kürbis und Ziegenkäse (ganz leicht abgewandelt vom Original auf dem Food-Blog «Schöner Tag noch!») und für 1 hungrige Person, oder für 2 als Snack

Flammkuchen

Für den Teig:

  • 220g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 1/2 TL Salz
  • 3 EL Olivenöl

Für den Belag:

  • 400g Hokkaido-Kürbis
  • 100g Crème Fraiche
  • 100g Ziegenfrischkäse
  • 4 Thymianzweige
  • 25g Butter
  • Salz, Pfeffer

Für den Teig das Mehl mit dem Eigelb, Salz, 2 der 3 EL Olivenöl und 100ml Wasser mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Teigkugel mit dem restlichen Öl bestreichen, in Frischhaltefolie einwickeln und bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Den Hokkaido-Kürbis waschen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne und das faserige Fruchtfleisch entfernen. Kürbis viertelnund (z.B. mit einem Sparschäler) in dünne Streifen hobeln. Den Backofen mit Blech auf 240° Grad vorheizen. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen. Butter bei niedriger Hitze in einem kleinen Topf schmelzen.

Die Teigkugel halbieren, auf einer bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn auswallen und beide entstandenen Teigböden je auf ein Backpapier legen. Jeden dünn mit Crème Fraiche bestreichen, Kürbisstreifen darauf verteilen und den Kürbis mit der geschmolzenen Butter bepinseln. Mit Salz und Pfeffer würzen, Thymianblätter darüber streuen. Mit einem Teelöffel Nocken aus dem Ziegenfrischkäse formen und auf den Flammkuchen verteilen. Jeden Kuchen mit dem Backpapier ca. 10-12 Minuten backen (bei Umluft auf 200° reduzieren und beide Kuchen gleichzeitig backen). Mit frischem Salat servieren.

Oder einfach Kürbissuppe machen, die war auch lecker.

Und jetzt gehe ich die Süssigkeitensäcke meiner Kinder ausräumen unter dem Vorwand «Das Zältli xeet echli verdächtig uus, das rüeremmer furt!». UND ZWAR IN MEINEN MAGEN.

P.S.: Jetzt, wo Halloween endlich vorbei ist, kann ich dieses Outfit offiziell zum BESTEN KOSTÜM 2013 ernennen:

Miley_Pug

Ein Mops. Verkleidet als Miley Cyrus‘ «Wrecking Ball».

MIR FEHLEN DIE WORTE, UM MEINE VEREHRUNG DAFÜR GEBÜHREND AUSZUDRÜCKEN.

 

1 KOMMENTAR

  1. Wow, farblich macht dein Flammkuchen ja wirklich was her und dazu sieht er noch super lecker aus. Diesen Kürbis-Ziegenkäse-Flammkuchen werde ich auf meinem Speiseplan aufnehmen! =)

    Liebe Grüße
    Sarah von Flammkuchen Rezept

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