Merkt man eigentlich, dass ich ein bisschen Reisefieber habe? Ich lieeebe diese Jahrezeit einfach: Der Frühling ist in vollem Gang, die Vögel zwitschern… und mein Instagram Account füllt sich mit den schönsten Reisebildern und Reels. Paris? Tokyo? Oder gopf, einfach wieder mal ins Engadin? Ich finde, dass jetzt der ideale Zeitpunkt ist, um nicht nur mein Reisefieber zu schüren, sondern auch, um einige meiner besten Reisetipps zu teilen, mit denen ich glaube, ziemlich gut unterwegs zu sein.

Hier also 10 Travel Hacks, die vielleicht auch dir den bevorstehenden Reisesommer erleichtern werden!

1. Die «Pufferstunde» fix mit einplanen

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Image credit: Dario Rawert (via Unsplash)

Ein Hoch auf die Pufferstunde! Mit Ausnahme von Zugreisen in mein geliebtes Paris plane ich wirklich bei der Hin- und Rückreise eine glatte Stunde Spielraum mit ein. Ich bin in der Regel immer mindestens eine Stunde zu früh am Bahnhof oder Flughafen, als ich eigentlich müsste. Diese «Gummi-Stunde» nimmt mir so viel Stress, dass ich viel entspannter bin, wenn das Taxi mal fünf Minuten im Stau steht. dann noch so gerne 60 Minuten lang am Gate oder im Warteraum auf meinem Telefon herumdrücke, am Kiosk ein Magazin aussuche oder einfach ‚people watching‘ betreibe… es ist äusserst unterhaltsam, den wartenden Mitreisenden Namen und Backstories zu erdichten!

2. Handykette, Handykette, Handykette

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Handykette von Tarzan (PR Image)

Sorry, dass ich es gleich dreimal schreiben musste (und du hast es sicher laut vorgelesen!), aber: Hast du noch keine, dann brauchst du spätestens für deine nächste Reise eine: Ein Phone Case mit Handykette oder -Band macht das Reisen so viel einfacher!

Auch wenn du nicht, wie Steffi, sonst sowieso alle zwei Minuten dein Telefon aus der Tasche holst, um Fotos zu machen: bei Reisen bist du einfach froh, die Hände frei zu haben. Ob beim Hotelfrühstück oder auf der Sessellift-Fahrt bei Sommerwind… und dazu machst du es auch noch deutlich schwieriger, wenn dir jemand dein schickes Smartphone entwenden möchte. Win/Win!

3. In einen richtig guten Koffer investieren

Anreise Steffi 1

In unserem Estrich haben bis vor ein paar Jahren sicher zehn verschiedene Hartschalenkoffer um den kostbaren Platz gekämpft (und das Nervenkostüm des Tigerprinzen strapaziert, der sich immer durch die Kofferlawine kämpfen musste, um den Gusseisen-Bräter aus dem Schrank zu holen!). Ein Riesenglück für mich, dass die hochwertigen Rimowa-Koffer alle drei MIR gehören, denn: ich bin oft genug unterwegs, dass ich einfach keine Zeit und keine Nerven habe für Reisegepäck mit schlechten Rollen oder launischen Zahlenschlössern.

Ja, ein guter Koffer kostet schnell mal über 500 Franken. Aber die Investition lohnt sich wirklich – nicht nur, weil hochwertiges Reisegepäck oft über mehrjährige Garantien verfügt (etwa bei Marken wie Rimowa, Victorinox, Tumi, Samsonite oder auch Floyd), sondern auch, weil sie nicht nach wenigen Jahren ersetzt werden müssen.

Oh, und ein kleiner Steffi-Tipp: Packe deinen Laptop nie in den Koffer! Ich habe so mal ein fast-neues MacBook zu Tode gequetscht… und es gibt genug schicke Laptop Bags, die noch so gerne in einer Tote Bag mitreisen!

4. (D)eine Reiseversicherung prüfen

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Travel Hacks für Planer: Wir denken alle nicht gerne darüber nach, was beim Reisen potenziell schiefgehen könnte, aber es lässt sich schon viel entspannter reisen – und auch Reisen buchen – wenn du darüber Bescheid weisst, wie du versichert bist! Eine separate Reiseversicherung lässt sich fast immer modular zusammensetzen, quasi genau auf deine Bedürfnisse und Reisegewohnheiten abgestimmt.

Und wer eine Kreditkarte hat, kann dort auch zuerst checken, ob eine Reiseversicherung dazugehört: Wichtig ist dort einfach, dass du sämtliche Buchungen und Zahlungen auch über ebendiese Karte abwickelst, und auch online checkst, was tatsächlich gedeckt wird.

5. Dein Necessaire fürs Handgepäck für Flüssigkeiten-Regeln optimieren

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Image credit: Diptqyue (PR)

Der Horror für jeden Beauty Lover: Insgesamt maximal 1 Liter Flüssigkeiten im Handgepäck, und das in Flaschen von je maximal 100ml Fassungsvermögen! Es gibt zum Glück einfache Arten, die Flüssigkeitsmengen zu minimieren:

Zahnpasta-Tabs statt Tube. Ein festes Shampoostück, statt Minifläschli. Und Creme-Parfum (OMG, die von Diptyque, siehe Bild oben!).

Seitdem ich weiss, dass Lippenstifte nicht als Flüssigkeit zählen (Liquid Lipsticks und Lipgloss aber schon!), bin ich schon deutlich relaxter bei der Sicherheitskontrolle. Doch mein liebster unter den Travel Hacks ist ganz klar: Kontaktlinsen-Döschen! Ich fülle meine Foundation immer in ein sauberes Döschen ab und spare mir so einen (meist recht schwerfälligen) Glasflakon. Dasselbe lässt sich bei kürzeren Reisen auch gut mit Augencreme oder Serum machen!

6. Update deine Apps noch zuhause

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Image credit: Stanislav Kondratiev (via Pexels)

Es gibt nichts Nervigeres, als im Ausland deine wichtigsten Apps öffnen zu wollen, um festzustellen, dass sie allesamt Updates brauchen, die Zeit und gutes WLAN brauchen! Ich benütze Google Maps fast täglich – und im Ausland sowieso, aber es gibt noch viele weitere Reise-Apps, auf die ich nicht verzichten möchte, darunter Übersetzungs-Tools, Restaurant-Such-Apps oder (ganz wichtig!) die Apps für die öffentlichen Verkehrsmittel. Da du oftmals auch Kreditkarten mit diesen Diensten verbindest, würde ich dringend empfehlen, diese vor der Abreise zuhause und in Ruhe zu updaten.

Hier einige meiner meistbenutzten Reisehelfer in App-Form:

  • Tripadvisor – super, um Restaurants und Sehenswürdigkeiten zu finden
  • Splitwise – Eine super App, wenn man mit Freunden reist und die Kosten laufend teilen möchte

Und wenn wir schon von Apps und Smartphones reden: dass du vor der Abreise bei deinem Mobilfunkanbieter noch ein Datenpaket kaufst oder vor Ort eine lokale SIM-Karte kaufst, versteht sich von selbst, oder?

7. Die Sudoku-Packmethode ausprobieren

Travel Hacks für Fashionistas… und sorry, aber wie super ist DAS denn? Bei der Sudoku-Methode packst du 3 Oberteile, 3 Unterteile und 3 «Outerwear»-Teile, aka Jacke/Pulli ein. Aus diesen neun Kleidungsstücken lassen sich sieben verschiedene Outfits kombinieren, und wenn du noch 1-2 Paar Schuhe, eine Tasche und ein Accessoire wie Schmuck oder ein Tuch dazugibt, kannst du locker mehr als eine Woche lang perfekt gestylt reisen.

Ich habs ausprobiert (zugegeben mit insgesamt 3 Paar Schuhen!), and it works! Wichtiger Tipp: Vor lauter Smart-Packing Unterwäsche, Socken und Pischi nicht vergessen, höhö. Oh, a propos «packen»:

8. Dein Schlaf-Kit optimieren

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Eine Kleinigkeit, die aber bei mir richtig viel ausmacht: Meine Schlaf-Gut-Ausrüstung! Bei mir kommen die Nachttisch-Basics immer in einen separaten kleinen Reisebeutel, den ich am Ziel genau so neben dem Bett einrichten kann.

Darin befindet sich: Smartphone-Ladekabel, Lippenpomade, Handcreme, Schlafmaske (falls sich das Hotelzimmer nicht komplett abdunkeln lässt), Lavendel-Kissenspray und mein Kindle, voll aufgeladen und mit einem guten neuen Buch updated. Ich bin nicht sonderlich lärmempfindlich, aber Ohrstöpsel sind ebenfalls ein gutes Investment fürs Reise-Schlaf-Kit!

9. Deine Reisedokumente ausdrucken

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Image credit: George Milton (via Pexels)

Ich höre schon, wie jetzt ein paar Leser*innen «OKAY, BOOMER!» rufen, aber… mir gibt es einfach noch ein zusätzliches Level Sicherheit, wenn ich auf Reisen alle Tickets, Hotelbestätigungen und eine Kopie meines Reisepass und ID ausgedruckt mit dabeihabe.

Meist lasse ich die Dokumente sowieso zuunterst im Koffer, aber die Ausdrucke geben mir einfach noch eine letzte Bonus-Lage Sicherheit, die ich brauche. Und ich muss auch schauen, dass mein Drucker zuhause ab und zu theatralisch sein 10minütiges Selbsreinigungs-Programm abspulen kann, bevor er mir ein einziges A4-Blatt rausspuckt.

10. Genug Zeit zum Nichtstun mit einplanen

reisen park egor komarov

Nachdem wir schon mit «Zeit dazugeben» gestartet sind, schliesse ich auch mit meinem wohl besten Reise-Hack ab: Mit 52 Jahren Lebenserfahrung und als grosse Städtereiserin habe ich nun endlich gelernt, dass Nichtstun genauso zum Reisen gehört wie Museumsbesuche, Restaurants und Dates! Es gibt nichts Schöneres, als in den Ferien auch mal sagen zu können: «Hüt muesi GAR NÜÜT.».

Das gibt Raum für genau die besonderen Erlebnisse, an die du dich noch lange erinnern wirst: Als du dich im Park unter einen Baum gelegt hast und fast eingepfuust bist. Oder als du ohne Google Maps einfach losgelaufen und über die herzigste Second-Hand-Boutique gestolpert bist. Oder damals, als du mit im Strassencafé mit einer Fremden ins Gespräch gekommen bist, ihr euch gegenseitig auf Instagram gefolgt seid und die jetzt eine richtig gute Freundin geworden ist (salut, Elise!): All das kann nur passieren, wenn nicht jede Minute deiner Reise durchgeplant ist.

OKAY, das waren also meine 10 besten Travel Hacks, frisch sortiert und extra für dich zusammengetragen. Und jetzt will ich ganz eigennützig wissen: Was habe ich verpasst?

Teile bitte deine eigenen Travel Hacks gleich unten als Kommentar!

So kann die ganze Pretty-Community diesen Sommer NOCH entspannter (oder stylisher!) unterwegs sein. Egal, wo es dich als Nächstes hinzieht, wünsche ich dir schon jetzt eine wunderbare Reise!

reisen closer
Author

Steffi liebt: Wirksame Anti-Aging-Produkte, den Geruch eines Sommergewitters, ihre Heimatstadt Zürich und Menschen, die genauso laut lachen wie sie.

4 Comments

  1. Danke für die Tipps. Die Sudoku-Methode wird nächstes mal gleich ausprobiert. Meine Lieblings-Apps sind Citymapper (ging noch nie verloren) und LuggageHero (wo man auch an den zufälligsten Orten Gepäckaufbewahrung) findet.

  2. Für unterwegs mit anderen: „Find my“ App! Es gibt nämlich Leute, die quasi durchs Museum joggen, und andere, die jedes Schild lesen (und das Personal auf Fehler hinweisen!). So trifft man sich nachher entspannt in der Stadt zum Kaffee. Ich mag auch diese Taschen fürs Vakumieren von Kleidern. Damit lässt sich viel Platz sparen (aber der Koffer wird sauschwer…).

  3. Ach ja: vorher nachschauen, ob die Banknoten der letzten Reise von vor 12 Jahren noch gültig sind. Ich habe mich in einem Londoner Café mal mit alten Pfund-Noten blamiert.

  4. Wunderbarer Beitrag! Danke.
    Bei mir darf im Gepäck nie ein ganz leichtes (aber trotzdem warmes) Tuch fehlen. Im TGV und im Flugzeug wird es manchmal auch bei sommerlichen Temperaturen draussen richtig kalt 🥶.

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