Es gibt nur wenige Dinge, die wir noch lieber machen, als unser gesammeltes Beauty-Know-How zu teilen, und das heutige Feature ist wieder mal DIREKT von meinem persönlichen Freundeskreis inspiriert worden, denn neulich hat mir eine meiner BFFs per WhatsApp ein Foto von ihren aktuellen Gesichtspflegeprodukten geschickt mit der einfachen Caption: «Welche Reihenfolge???».
Drei Fragezeichen um 23 Uhr, das heisst, dass es dringend war!
Aber danke, liebe Manu… denn du bist nicht die Einzige, die vor lauter Serum-Toner-Cream-Balm-Rausch den Überblick verliert. Und genau darum reden wir heute Klartext, was das richtige Layering angeht. Are you ready to rumble?

Die richtige Gesichtspflege-Reihenfolge:
Die goldene Regel lautet «leicht zu schwer», also die leichtesten, wässrigsten Texturen kommen zuerst, dann werden sie nach steigender Dickflüssigkeit (Viskosität) aufgetragen.
Das heisst: unterste Schicht = Toner/Essence… oberste Schicht = Creme.
In der Regel enthalten sehr flüssige Texturen Wirkstoffe mit geringerer Partikelgrösse, die schneller und tiefer in die Haut einziehen, während dickflüssige Lipide und Öle grössere Partikel sind, die sich eher auf der Hautoberfläche verteilen, und so auch eine ideale Schutzfunktion übernehmen können.
Das Layering-Basisprogramm für unkomplizierte Gesichtspflege könnte also so aussehen:
- Sanfte Reinigung
- Feuchtigkeitsspendender Toner oder Essenz (lies hier mehr über Essences!)
- Serum
- Feuchtigkeitspflege (tagsüber zusätzlich SPF!)

Die Pflegeroutine lässt sich jedoch auch ausbauen mit weiteren Layers/Produkten, zum Beispiel, wenn du ein chemisches Peeling mit einbauen möchtest (nicht jeden Tag, gell?):
- Sanfte Reinigung
- Peeling-Toner mit AHA- oder BHA-Säuren (lies hier unser Beauty-ABC dazu)
- Serum
- Feuchtigkeitspflege (tagsüber plus SPF)
Und eine schöne Layering-Routine für eher reife oder trockene Haut könnte auch ein gutes Gesichtsöl beinhalten... ich mache das bevorzugt abends, da meine 52-jährige Mischhaut tagsüber noch immer genug Talg produziert:
- Sanfte Reinigung
- Feuchtigkeitsspendender Toner oder Essenz (hier sind auch mehrere Layers desselben Produkts möglich, siehe die 7 Skins Methode)
- Wirkstoffserum
- Gesichtsöl
- Feuchtigkeitspflege
Ziemlich easy, oder? Leicht zu schwer als Reihenfolge, und dein Layering-Game ist optimiert. Aber eben genau WEIL Gesichtspflege so individuell ist, haben wir dir noch einige gute User-Tipps zusammengefasst!


Gesichtspflege Layering: Darauf solltest du achten
NIMMS MAL LANGSAM: Gewisse Produkte brauchen etwas Einwirkzeit! So sollten Retinoide und Retinol-Derivate als ersten Schritt nach der Reinigung auf absolut trockener Haut angwendet werden, und die anschliessende Pflege erst nach (wenn möglich) 10 Minuten folgen.
LASS‘ ÖLE WIRKEN: Ähnlich verhalten sich auch Face Oils: Wer diese liebt (und sie können insbesondere deine Nachtpflege-Routine mega boosten!), kann sich an die chemische Regel halten, dass sich Öl und Wasser nicht gut mischen. So sollte man das Feuchtigkeitsserum oder die Essenz zuerst 1-2 Minuten einziehen lassen, bevor man mit einigen Tropfen Öl und etwas Moisturizer nachdoppelt.
ÜBERTREIB’S NICHT: Nicht jeder Hauttyp braucht – oder verträgt auch – unzählige Layers! Der Trick liegt darin, deine perfekte Routine zu finden, die deine Haut zu strahlen bringt, und die du auch gut in deinem Alltag integrieren kannst.
Und auch wenn viele Skincare-Experts propagieren, dass man so wenige Produkte (oder Layers) wie möglich verwenden soll, unterschreibe ich das nicht unbedingt in der Form, denn es gibt durchaus Hautzustände, die von 5 oder mehr Pflegeschritten profiteren können!
So braucht ölige Haut in der Regel weniger Layers als reifere, trockenere Haut. Und empfindliche, reaktionäre Haut wird es ziemlich sicher nicht schätzen, wenn man ihr morgens und abends mehrere unterschiedliche Produkte (mit potenziellen Reizfaktoren) zumutet.

Du siehst: Es absolut Regeln, auf die man setzen kann in Bezug auf die richtige Gesichtspflege Reihenfolge. Und für alle anderen Fragen, kannst du jederzeit im Hey Pretty Beauty-ABC nachschlagen, oder (noch besser!) uns direkt fragen via Kommentar oder auch per E-Mail an info@heypretty.ch.
Happy Layering und hab‘ einen wunderbaren Dienstag, Spatz!

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