Die heutige Parfum-Review könnte durchaus eine Sicherheitswarnung tragen: «Lesen Sie diese Review nicht, wenn sie längere Zeit nicht an einem Männernacken schnuppern durften». Oder… vielleicht sollte man es gerade dann wirklich tun? Ich bin gerade echli hin und weg. Denn Hermès hat soeben ein neues Parfum lanciert, dass mich ganz ehrlich ein bisschen wuschig macht.

Falls du jetzt lieber weiter deinen Morgenkaffee schlürfen willst und nur e bitz Corona-Dashboard-Zahlen oder Katzenfilmli wolltest, keep scrolling und komm‘ am Freitag zurück. Aber wenn nicht, WIRD ES SICH LOHNEN, SCHATZ.

Als «Herrenduft zwischen Natur und Technologie» reiht sich der neue Hermès-Duft H24 zwar wunderschön ein in das bisherige Duftportfolio aus eher frisch-natürlichen Männerparfums der Marke ein… aber bevor du jetzt losschreist, dass es eigentlich gar keine Herren- oder Damendüfte gibt:

H24 ist ein Parfum-Meisterwerk für alle Geschlechter.

Und H24 ist ziemlich anders.

Christine Nagel, Parfumeurin von Hermès, hat nämlich für den neuen Duft alle bisherigen Regeln, die man üblicherweise bei Herrendüften mitbringt, über Bord geworfen.

«Um diese neue Signatur der Hermès-Duftwelt zu kreieren, musste ich andere, weniger absehbare Wege gehen und mich etwas von den konventionellen Holznoten entfernen», sagt sie.

Eine wichtige Inspiration für dieses «neue Männerbild» war für Christine die künstlerische Leiterin des Herren-Universums bei Hermès, die Designerin Véronique Nichanian, die einen starken Fokus auf Texturen und Gewebestrukturen legt. So wollte die Meisterparfumeurin eine ganz neue Geschichte erzählen, in der Lebenskraft auf ganz neue Art interpretiert wird.

«Ich hatte eine urbane Natur im Sinn, ein Zeitrafferbild von diesem kleinen fragilen Pflanzenspross, der den Beton durchbricht, um seinen Platz einzunehmen.»

Hermès H24 Eau de Toilette (100ml), 135 Franken*

*ebenfalls erhältlich: 50ml zu 93 Franken und ein 125ml-Nachfüllflakon zu 140 Franken

So ganz offiziell sehen die darin verwendeten Duftnoten wie folgt aus

KOPFNOTE: Sclarene (ein grünes, erdiges Molekül)

HERZNOTE: Muskatellersalbei und Narzisse Absolue

BASISNOTE: Rosenholzessenz

Das Resultat ist beim ersten Erschnuppern ein bisschen verwirrend:

Leicht metallisch, aber mit sehr warmen, fast weiblichen Blütennoten, die sehr sonnig und fröhlich scheinen. Dann kommt diese grüne, fast Moschus-artige Wärme des Muskaltellersalbeis zu, die dem Duft eine natürliche, unaufdringliche sexiness gibt.

Ich finde H24 absolut unverwechselbar und kann den Duft mit nichts anderem vergleichen… geschweige denn, mit einem anderen Herrenparfum. Das ging übrigens auch dem Tigerprinzen so: Ich liess ihn mit einer Vorwarnung daran schnuppern – dass er H24 entweder grossartig finden würde oder mich fragt, ob ich jetzt spinne.

Seine Antwort war klar: Flakon geschnappt und demonstrativ in den ihm zugewiesenen 15cm Fläche im Steffi-Badezimmer platziert.

Ich liebe ihn, den neuen Hermès-Duft. Ah, und den Tigerprinzen natürlich auch. Vielleicht jetzt sogar noch ein birebitzeli mehr, wenn er morgens ins Büro geht und seine H24-Duftspur noch ein paar Minuten dihei haften bleibt.

Und damit entlasse ich dich jetzt in einen völlig jugendfreien, aber hoffentlich von unerwartet verführerischen Momenten gespickten Mittwoch, meine Liebe. Ob das jetzt in Form eines Donuts oder eines verführerischen Männernackens kommt.

Der neue Herrenduft H24 von Hermès ist neu als 100ml und 50ml-Zerstäuber, sowie als 125ml-Nachfüllflakon erhältlich.

*Das Produkt ist mir von der Marke oder deren PR-Agentur kostenfrei zu Reviewzwecken zur Verfügung gestellt worden.

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