Okay, gleich mal vorweg: Heute gibt es blödsinnig unanständig obszön sehr viele Bilder auf Hey Pretty. Aber ich war kürzlich an einem so schönen Ort in einem so spannenden Hotel, dass ich die heutige Reisegeschichte gar nicht erzählen kann, ohne daraus eine Foto-Love-Story zu machen. Denn Saint-Malo, im Nordosten der Bretagne, hat mein Herz im Sturm erobert. Und das, wohlbemerkt, trotz fudiblutten Meeresalgenpackungen.

Aber eis nachem andere, okay?

Zusammen mit meiner Freundin Tamara Cantieni (Schauspielerin, Moderatorin und «More Than Blond»-Bloggerin) bin ich vor ein paar Wochen auf Einladung der Thalasso-Thermen von Saint Malo in die Bretagne gereist: Saint-Malo ist dieses berühmte Städtchen in der runden Stadtmauer, das bei Flut quasi vom Festland abgeschnitten wird.

Seitdem ich Anthony Doerr’s wundervollen Roman «All das Licht, das wir nicht sehen» gelesen habe, wollte ich unbedingt da hin!

Abflug nach Saint Malo: Hey Pretty und More Than Blond on the road

Werbung

Angereist sind wir mit dem Flugzeug von Zürich über Paris nach Rennes (insgesamt ca. 4 Stunden), doch es gäbe auch eine neue, schnelle TGV-Verbindung von Paris direkt nach Rennes.

Schon bei der Anfahrt war ich vollkommen verzückt vom Hafenquai in Saint Malo… und das Hotel selbst? Auf schönste Art «old school» und ganz einfach entzückend!

Le Grand Hotel des Thermes Saint-Malo: Erfahrungsbericht Hey Pretty

Le Grand Hotel des Thermes Saint-Malo (Review by Hey Pretty)

Le Grand Hotel des Thermes Saint-Malo (Review by Hey Pretty)

DAS HOTEL:

Das Grand Hotel des Thermes könnten buchstäblich nicht näher am Wasser stehen: Das seit 1963 (stets im Familienbesitz geführte) *****-Sterne-Haus ist quasi das Luxushotel der Thermen – insgesamt gehören fünf weitere Hotels, sowie zwei Residenzen zur Gruppe und bieten damit auch für das etwas kleinere Budget eine schöne Homebase für eine Thalasso-Kur.

Die 174 Zimmer verfügen über allen Komfort und sind richtig gross, schon fast ein bisschen Appartment-like. In der Lese-Nische hätte ich stundenlang ausharren können, obwohl weder lesen noch schreiben irgendwie Sinn macht hier. Denn der Blick wird ständig aufs Wasser gezogen und auf den Strand, der alle zwölf Stunden völlig anders aussieht.

Grand Hôtel des Thermes Saint-Malo: Hotelzimmer mit Meerblick (Hey Pretty)

Doch das Meer wird buchstäblich direkt ins Haus geführt hier: Les Thermes Marins de Saint Malo pumpt nämlich Meerwasser mit einer eigenen Leitung direkt in die eigenen Thermen!

Terrasse des Grand Hôtel des Thermes Saint-Malo (Image by Hey Pretty)

DIE THALASSOTHERAPIE:

Kurz zusammengefasst ist die Thalasso-Therapie eine «Gesundheitskur» mit Meer- und Sprudelbädern, wobei man u.a. mit Jet-Strahlduschen und Algenpackungen gestrafft und besser durchblutet wird. Und erst sind Tamara und ich ein bisschen erschrocken: Wir wussten schon, dass wir in den Thermes Marins eine Art Wellness-Therapie absolvieren würden… aber dass unser Meerwasser-Pflege-Regime gleich derart ausführlich sein würde, hätten wir nicht gedacht!

Knappe drei Tage mit insgesamt acht verschiedenen Treatments*? Total normal in der Thalasso-Welt… aber bei einem dreitätigen Besuch muss man gleich sofort starten!

*2 Nächte mit Halbpension und 8 Treatments kosten ca. 600 Franken pro Person

Grand Hôtel des Thermes Saint-Malo: Hotelzimmer mit Meerblick (Hey Pretty)

Kurz nach unserer Ankunft am Nachmittag ging es schon los in den riesigen Spa- und Thalasso-Bereich: PR-Direktorin Véronique Le Gall führt Tamara und mich erst ein bisschen herum, damit wir uns ein bisschen orientieren können, und dann geht es direkt zu den ersten beiden Behandlungen: Eine «Douche Sous-Marine», gefolgt von «Affusions Dynamiques».

Whaaaat?

Grand Hotel des Thermes Saint-Malo: Thalasso-Therapie (Review by Hey Pretty)

Meerwasser-Sprudelbad: Thalasso Therapie im Grand Hotel des Thermes Saint-Malo (Erfahrungsbericht Hey Pretty)

Am zweiten Tag geht es dann richtig zur Sache in den Thermen… doch bevor unsere insgesamt fünf Treatments losgehen, frühstückten wir erst mal ausgiebig, und – weil wir bis zu unseren Treatments am Mittag noch etwas Zeit hatten – spazierten wir die knapp 2 km der Strandpromenade entlang ins Städtchen Saint-Malo.

Und lääääck, ist Saint-Malo entzückend!

DAS STÄDTCHEN:

Flanieren in Saint-Malo: Spa Review Grand Hotel des Thermes (Hey Pretty)

Saint-Malo: Review der Thermes Thalasso (Image by Hey Pretty Beauty Blog)

Saint-Malo: Spa Review in den Thermes Marins (Image by Hey Pretty)

Dem Begriff «intra muros» begegnet man hier überall: Das bedeutet «innerhalb der Stadmauern» und ist quasi die historische Altstadt von Saint-Malo, die im 2. Weltkrieg von den Deutschen besetzt, und entsprechend heftig bombardiert wurde. Rund 70% der Gebäude wurden zerstört, jedoch sehr schnell und mit viel Liebe wieder aufgebaut, sodass Saint-Malo heute zu den grössen Touristen-Attraktionen Frankreichs gehört – vor allem für Einheimische.

Tamara und ich waren an beiden Tagen ein bisschen spät dran mit unserer Sightseeing-Tour, waren aber wirklich hin und weg vom Ort!

Saint-Malo im Abendlicht (Image by Hey Pretty Beauty Blog)

Sandwicherie in Saint-Malo, Bretagne

Ehm… wie du siehst, isst man in dieser Ecke der Bretagne ziemlich gut, höhö. Mehr dazu gleich, wir müssen nämlich in die Therapie!

DER TREATMENT-MARATHON:

Zurück im Hotel ging es los mit dem Treatment-Parcours: Gestartet wird mit einer 90-minütigen Gesichtsbehandlung mit Produkten aus der hoteleigenen Beautylinie. Fun fact: Bevor sie in die PR wechselte, arbeitete Chefin Véronique lange in der Beautyindustrie, sodass sie richtig Ahnung hat vom Fach und die Linie mit Algen aus dem Atlantik und zermahlenen Austernschalen aus der Region bestücken konnte.

Treatment-Raum im Spa des Grand Hotel des Thermes Saint-Malo

Kosmetik der Thermes Marins de Saint-Malo (Image by Hey Pretty)

Beim «Soin Global Anti-Age» gab’s eine spannende Massage-Technik mit Zupfen und eindrehen, die Straffen und die Kollagenbildung fördern soll. Danach Maske, eine schöne Arm- und Handmassage und eine Gummi-Gesichtsmaske mit Eye Patches DARUNTER. Interesting, und ich war danach super-glowy.

Aber vielleicht lag das auch an den vielen Meerwasser-Treatments, die direkt darauf folgten!

Ruheraum mit Meeresblick im Spa des Grand Hotel des Thermes Saint-Malo

Hier kommt der etwas «klinische» Aspekt einer solchen Thalasso-Therapie hervor, denn hier geht es um Gesundheit und Wohlbefinden für den ganzen Körper – denn das gewärmte Meerwasser hat auch therapeutische Eigenschaften, die bei Reha oder Kuren eine erstaunliche Wirkung zeigen. Während rund vier Stunden pilgern Tamara und ich brav von Termin zu Termin – allesamt innerhalb vom Spa und perfekt organisiert.

Thalasso Treatment-Plan: Hey Pretty in Saint-Malo (Grand Hotel des Thermes)

Beim «Ondorelax» gabs erst «trocken» auf einer Art Wasserbett eine Massage mit starkem Wasserstrahl von unten, während der Kopf in einer Art Helm steckt, der das Gesicht mit heilendem UV-Licht bestrahlt. Danach direkt ins klassische Sprudelbad mit Disco-Mood-Beleuchtung. Um ehrlich zu sein, habe ich nach etwa 10 Minuten hani echli gnueg, es ist auch e bitz langweilig, weil ich mich in Position halten muss und nicht wirklich entspannen kann.

Les Thermes Marins de Saint Malo (Review by Hey Pretty)

Nach dem Disco-Bad dürfen wir im schönen Garten der Therme etwas chillen, und dann geht es – gut aufgeweicht und vom (gefilteten!) Meerwasser umsprudelt – zur «Biocealgues»-Packung. Die Thermes sind offenbar dafür berühmt: Im Salon Algues-Teil des Spas stehen grosse Kübel mit einer Algen-Schlamm-Zubereitung und es riecht ziemlich stark nach Meer und Algen.

Viel sexier wird es nicht, als ich mich in der Kabine nackt ausziehen und auf die Liege setzen muss, worauf mir eine wahnsinnig nette Angestellte die warme Algenmasse auf dem ganzen Körper aufträgt und mich liebevoll in… eine Plastikblache wickelt und 20 Minuten auf dem gewärmten Bett esoterische Meeres-Musik lauschen lässt.

Danach werde ich von ihr ausgepackt und abgeduscht, wobei sie mir auf Französisch versichert, dass ich am nächsten Tag wahnsinnig weiche, straffe Haut haben werde. Jedenfalls GLAUBE ICH, dass sie das gesagt hat; so gut ist mein Französisch auch wieder nicht!

Tamara und ich klatschen draussen im Gang kurz ab und pilgern mit unserem plastifizierten Treatment-Fahrplan in der Hand direkt zur letzten Thalasso-Behandlung des Tages, die zugleich auch eine der Seltsamsten ist: Bei der «Modelage Sous Affusion» wird man von oben mit warmem Meerwasser berieselt, währenddem eine Therapeutin einen von Kopf bis Fuss mit warmem Öl massiert. Ein echt seltsames (aber seltsam angenehmes) Gefühl! Wenn ich nicht Angst hätte, dass ich dabei ertrinken könnte, wäre ich vielleicht sogar eingepfuust!

Thalasso Treatment in Saint-Malo (Image by More then Blond)

Thalasso Kur in Saint-Malo: Hey Pretty Reisebericht

DAS ESSEN:

Zwischen Treatments und Spaziergängen in Saint-Malo haben wir natürlich auch wunderbar gegessen in den Thermes Marins! Das Frühstücksbuffet ist grossartig, doch die richtigen Highlights gibt’s hier am Abend: Im Hotel stehen drei verschiedene Restaurants zur Auswahl: Le Cap Horn ist das «Gourmet»-Restaurant mit Meeresblick, La Verriere das schicke Diät-Restaurant (sprich: Gesundes, grossartig arrangiert serviert) und La Terrasse das Outdoor-Restaurant bei schönem Wetter.

Living wall im Restaurant La Verriere, Le Grand Hotel des Thermes Saint-Malo

Restaurant La Verriere, Le Grand Hotel des Thermes Saint-Malo

Am ersten Abend haben wir das Dinner im Le Cap Horn genossen: Fantastischer, frischer Hummer, yum!

Hummer im Restaurant des Grand Hotel des Thermes in Saint-Malo

Les 7 Mers Restaurant Saint-Malo (Review by Hey Pretty)

…und am zweiten und letzten Abend durften wir ein Partner-Restaurant entdecken gehen: Rund 10 Minuten zu Fuss die Promenade hinunter befindet sich das Restaurant Les 7 Mers, im Hotel Le Nouveau Monde – wo wir erneut unglaublich fein gegessen haben mit lauter regionalen, super-frischen Zutaten und einem kalten Gläschen Champagner, das mich fast vergessen liess, dass ich am nächsten Morgen noch eine zweite Algenpackung machen werde, höhö.

Saint Malo: Abendessen im Restaurant Les 7 Mers (Review by Hey Pretty)

Auf dem Weg dahin entstand auch das wohl beste Selfie der ganzen Reise: Steffi steht echli nahe an der Brandung…

Saint-Malo: Spa Review Grand Hotel des Thermes (Hey Pretty) – before the wave

…und natürlich schwappt die nächste Welle über ihre Schuhe!

Saint-Malo: Spa Review Grand Hotel des Thermes (Hey Pretty) – after the wave

DER WIRKLICHE STAR HIER? DAS MEER:

Natürlich waren wir für die Thalasso-Tour hier, doch ganz ehrlich? In Saint-Malo ist das Meer der grösste Anziehungspunkt! Tamara und ich konnten uns kaum sattsehen am etwas wild anmutenden Strand und den total stimmungsschwänkeligen Wolken, die jede Stunde völlig anders aussahen.

Plage de la Hoguette, Saint-Malo (Image by Hey Pretty) – Thalsso Kur Review

Plage de la Hoguette, Saint-Malo (Image by Hey Pretty) – Thalsso Kur Review

Saint-Malo: View from the Grand Hotel des Thermes (Image by Hey Pretty)

DAS HEY PRETTY FAZIT:

Was für eine einzigartige Reise! Einerseits fand ich die Thalasso-Kur (selbst in dieser «abgekürzten») erst etwas gewöhnungsbedürftig, da der Fokus stark auf die Gesundheit von Körper und Seele ausgerichtet ist und tatsächlich eine «Therapie» ist. Aber der super-professionell geführte Spa, das wirklich stimmungsvolle historische Hotel und vor allem die einzigartige Lage direkt am Meer haben unseren Kurz-Trip zu einem totalen Highlight meiner bisherigen Spa-Review-Reihe gemacht… und ich war ja schon an ein paar richtig schönen Orten!

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, hierher zurückzukehren – mit etwas mehr Zeit und auch mit dem klaren Vorhaben, etwas ganz für mich zu tun. Ein wirklich tolles Erlebnis mit einem grossartigen Travel Buddy: Tamara’s Review von Saint-Malo kannst du übrigens hier nachlesen, und wir zwei planen definitiv schon unser nächstes Spa-Abenteuer!

Danke, dass du die Crazy-Bilderflut ausgehalten hast, Cara… und dir wünsche ich jetzt einen inspirierten Start in die neue, sommerliche Woche!

Grand Hotel des Thermes, Grande Plage du Sillon CS 11745, F-35417 Saint-Malo.

Mehr Infos zur Thalassotherapie in Saint Malo findest du hier, Pauschal-Angebote für 6 Nächte im *****-Sterne-Grand Hotel des Thermes mit intensiver Thalasso-Kur ab ca. 1700 Franken pro Person*. 

Hey Pretty & More than Blonde in der Thalasso Therapie Saint-Malo

*Die Reise nach Saint-Malo wurde mir von den Thermes de Saint-Malo offeriert, alle Ansichten sind aber meine!

5 KOMMENTARE

  1. Wie schön. Die Strandbilder erinnern mich an meine Ferien in der Camargue. Merci für den Montagsaufsteller, Steffi 🙂

Kommentar verfassen