Ich wurde mal in einer Zürcher LUSH-Filiale total herzig bedient von einem Typen (ich möchte ihn nicht «Mann» nennen, denn er war irgendwie noch nicht so weit). Für mich passte er irgendwie absolut nicht in diesen krass-duftende, superbunte Welt. Er war mehr so der zerschlissene-Jeans-kunstvoll-rasierte-Ausgehfrisur-Typ, wenn du weisst, was ich meine.

Jedenfalls war er wahnsinnig freundlich und motiviert. So erlaubte ich mir, ihn zu fragen, ob man nach einem 8-Stunden-Arbeitstag nicht komplett imprägniert sei von all diesen Düften. Er meinte ganz vehement: «Und wie!» und erklärte mir, er könne NIE direkt von der Arbeit im Shop ausgehen oder Freunde treffen – er müsse immer direkt nach Hause und erst mal duschen, Haare waschen und komplett neue Kleider anziehen, sonst halte das keiner mit ihm aus.

Aber er war total glücklich mit seinem Job.

Glatt, oder? Und wenn du jetzt keine Ahnung hast, wovon ich spreche, solltest du dringend mal zu LUSH. Es reicht eigentlich schon, vor der Shop-Türe stehen zu bleiben, um diesen irren Duftcocktail zu verstehen.

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Lush: Entweder du liebst es oder du hasst es. 

So ein bisschen wie meine Stimme in meinen Videos oder Orangen-Schokolade welches gegen jedes Gesetz der Menschlichkeit verstösst, Schoggi und Früchte sollten niemals, NIEMALS zusammenkommen in meinem Gaumen… 

aber die britische Pflegemarke LUSH steht ganz klar für (duftintensive) Pflegeprodukte mit reinem Gewissen.

Als ich neulich ihre Pressemitteilung zum Launch ihrer sechs neuen Shampoo-Barren erhielt, musste ich aber ran – denn für mich waren feste Shampoos in Seifenstück-Form immer ein bisschen ein No-Go: Kaum Schaum, wenig Benutzerfreude und für meine ziemlich strapazierten Haare einfach viel zu wenig pflegend.

Die LUSH-Argumente, dass ein Shampoo-Barren «für bis zu 80 Haarwäschen» reiche, mit jedem Barren «drei Flaschen Shampoo gespart werden» und diese nicht nur «super lieb zur Umwelt» seien, sondern auch richtig toll pflegen, haben mich überzeugt gwundrig gemacht OKAY, HERAUSGEFORDERT.

Das muss getestet werden, findest du nicht auch?

Hier erst mal das Produkte-Lineup der festen Shampoos von LUSH:

LUSH feste Shampoos, je 13.50 Franken

LUSH_Bars_Closeup

Die festen Shampoo-Barren gibt’s bereits in sechs Formulierungen.

Das Sortiment ist nun um sechs neue Versionen erweitert worden, in handlichen runden Barren zu je 50g:

LUSH_Lullabye_Braziliant

Lullaby (links) ist ein zartes Shampoo, das mit gemahlenen Mandeln «die Kopfhaut zart peelt», mit Hafermilch und Lavendel und deshalb besonders gut geeignet für das abendliche Haare waschen.

Braziliant (rechts) pflegt und kräftigt das Haar mit dem relativ neuen Andirobaöl (aus dem Regenwald) und einer tüchtigen Portion Orangenöl für den schönen Duft.

LUSH_Jason_Montalbano

Das knallpinke Jason and the Argan Oil soll perfekt sein für alle, die «kräftiges und geschmeidiges Haar» möchten, duftet nach Rosenöl und sei besonders für helle Haare geeignet.

Der, der aussieht wie ein Griesstaler, ist Montalbano – der «Capo der Köpfe», der dank sizilianischem Zitronenöl, Oliven, Rosmarin und Knisterzucker für «quietschsauberes Haar» sorge.

LUSH_Copperhead_Honey

Copper Head (links) soll perfekt sein für dunkles bis rötliches Haar – und lasse speziell gefärbtes Haar dank Henna und Kaffee besonders schön glänzen… obwohl er selber keine Farbe abgebe.

Und der cremefarbene Honey I Washed My Hair ist quasi das LUSH-Bestsellershampoo in fester Form, mit 5% Fair Trade-Honig (und somit nicht vegan, wie du weisch)…

UND NUN, AUF ZUM TESTLAUF!

Ich habe (oder sollte ich sagen «WIR haben», denn meine beiden Töchter haben ebenfalls freudig mitgewaschen) den weissen, nach Honig duftenden Honey I Washed My Hair, während sich die Girls Braziliant und Jason and the Argan Oil geschnappt haben:

Lush feste Shampoos: Die Hey Pretty Review

Ganz ehrlich; meine Erwartungen waren nicht besonders hoch.

Während ich die Badekugeln von LUSH total mag, haben mich die Körper- und Haarpflegeprodukte bisher nicht wirklich überzeugen können – in erster Linie wegen den doch sehr intensiven Düften, die mir so mit direktem, bleibendem Hautkontakt (Body Lotions etc.) einfach zuviel sind.

Die erste Überraschung unter der Dusche? Die festen Shampoo-Barren schäumen richtig toll auf!

Egal, ob man sie direkt auf den nassen Kopf reibt (was ziemlich Spass macht) oder in den Händen befeuchtet:

Der Schaum fühlt sich nicht «sperrig» an, sondern sehr üppig und luxuriös und fast noch cremiger als ein gängiges Flüssigshampoo.

Honey I Washed My Hair spült sich sehr leicht aus – man merkt, dass hier keine Parabene drin stecken – und hinterlässt bei meinen stark blondierten Haaren ein etwas «quietischiges» Sauberkeitsgefühl. Der Honigduft ist wirklich intensiv beim Waschen; nach dem Trocknen aber kaum mehr wahrzunehmen.

DAS HEY PRETTY FAZIT:

Die festen Shampoo-Barren von LUSH können mit normalen Flüssig-Shampoos absolut mithalten. Sie reinigen gut – und duften dabei noch besser.

Der luxuriöse Schaum dabei das grösste Plus und macht die Haarwäsche wirklich angenehm. Unsere Haare waren danach schön glänzend und gut gepflegt, wobei ich mit meinem stark blondiertem Haar danach nicht auf eine Pflegespülung verzichten konnte.

Einzig die Aufbewahrung danach ist etwas problematisch. Da die Barren nass sind, müsste man sie danach in einer Seifenschale oder ähnlichem trocknen lassen – in der Duschkabine liegen lassen kann man sie schlecht, da sie sich bei jedem Kontakt mit Wasser ein bisschen weiter «auflösen».

Immerhin gibt’s einen Vorteil, wenn man sie so «halb offen» irgendwo im Badezimmer liegen lassen muss: Sie parfümieren gleich den ganzen Raum!

*UPDATE: Das Problem wurde gelöst, tra la la!*

LUSH Shampoo Dose, 5 Franken

LUSH Dose für feste Shampoos (Hey Pretty Review)

Somit sind wir wieder beim Kernthema bei LUSH: Magst du die Düfte, schwebst du auch hier im siebten Himmel. Wenn nicht, müsstest du deinen Shampoo-Barren nach dem Trocknen in einer gut verschliessbaren Seifenbox verstauen.

Ins Parfüm-Exil verbannen, solzäge.

Nach diesem schaurig intensiven, aufschäumenden Selbstversuch steige ich jetzt total beschwingt in den Dienstag ein. Meine wichtigste Aufgabe heute? Die schönsten Partykleidchen für Silvester für dich zusammenzutragen. Du magst doch Pailetten, oder? ODER?

Much love und bis morgen, Sweetie!

Die neuen LUSH feste Shampoo-Barren gibt’s zu je 13.50 Franken auf www.lush.ch und in allen Schweizer LUSH-Läden, Shop-Finder hier.

Lush_Closer

P.S.: Hier noch ein bisschen LUSH-Philosophie, falls es dir grad langweilig ist!

4 KOMMENTARE

  1. Für mich bedeutet Lush SPORT. Wenn ich vor diesem Laden vorbeigehen muss (und das ist in Zürich beim Shoppen fast unumgehbar), dann packt mich der Fluchtinstinkt.
    Dieser penetrante Geruch (nein….mit Duft verbinde ich etwas anderes), ist einfach to much!

    Trotzdem danke für Dein Bericht..ich beneide Dich nicht darum. :0))))

    Lieben Gruss!

  2. Die Barren haben alle SLS als Tensid, sehr aggressiv (und Parabene wirken Hormonähnlich… lush ist keine Naturkosmetik!). Weshalb macht ihr die Barren nicht selber? zb mit SLSA oder SCS oder SCI? Das sind viel mildere Tenside. Habe mir letztens wieder eine Barrenarmee gemacht mit SLSA, Maisstärke, Mangobutter, Jojobaöl, Seidenproteinen, ätzerische blumenöle und ich brauch nichtmal Conditioner dazu. Es reicht auch SLSA, (Maisstärke) und Olivenöl und ihr habt ein top Shampoo…. Ok, das kann man nicht mit Kindern machen (SLSA staubt, Atemschutz!), aber dennoch… Natürlich geht es nicht und top pflegend ist es 🙂

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