Doo, doo… we’re HAMMAMIN‘ IT today! Okay, es gibt offenbar einen Grund, warum es noch keinen Kult-Hip-Hop-Song mit «Hammam» im Titel gibt. Vielleicht, weil die Welt darauf gewartet hat, dass ich ihn schreibe? Who knows.

Was ich aber jetzt schon weiss? Dass mein erster Hammam-Besuch bestimmt nicht mein letzter sein wird. Aber jetzt mal alles der Reihe nach, okay?

Regelmässige Hey Pretty-Leserinnen werden wissen, dass ich hier auch oft Spas und Beauty Treatments teste – denn man kann ja nur so viel selber machen, bis man einen Profi ranlassen muss. Das gilt auch in Sachen Entspannung.

Und obwohl ich nur wenige Minuten von Zürich’s neustem (und schönstem) Hammam wohne, habe ich es im Jahr seit dessen Eröffnung einfach nie geschafft, hinzugehen.

Das liegt vor allem daran, dass ich nicht genau wusste was man da überhaupt macht – und weil ich mich selbst in den schönsten Wellness-Hotels oft ein bisschen langweile, wenn ich zwischen Dampfbad und Sauna und Whirlpool hin- und her gondle und mir dann meist wünsche, ich liege eigentlich im Bett, schaue schlechtes Kabel-TV und esse die teuren Nüssli aus der Minibar auf. Aber im Hammam gibt’s doch ein ganzes Bade- und Reinigungsritual, oder? So mit einer Frau, die einen abschrubbt oder einseift oder sowas? Und was ist jetzt mit diesem Schlamm?

..

Fragen, die ich kürzlich ein für alle Mal beantworten musste. Natürlich mit Beauty-BFF Katrin von The Beauty Experience, mein Partner-in-Beauty-Crime, was Spa Reviews angeht (und vieles mehr)!

Hammam_Vorher

Okay, es war kalt. Wir sind zum Glück bessere Bloggerinnen als Models.

DER BEAUTY-TATORT:

Das Hammam Basar befindet sich im Patumba Park im Seefeld Zürich, knappe zehn Minuten vom Bellevue entfernt in einem schönen Wohnquartier. Erbaut wurde das ökologisch erbaute betriebene Hammam nach maghrebischen Vorbildern (das sind Nomaden in Marokko) als Ruhe-Oase «zur Reinigung und Erholung».

DER ERSTE EINDRUCK DES «HAMMAM BASAR»:

So ein bisschen «gschtabig» haben wir uns schon angestellt… dabei ist es eigentlich ganz klar: Man kann nach dem Eintreten entweder direkt zur Anmeldung, oder erst mal nach links ausscheren und im hauseigenen Café («Salon») etwas trinken gehen – was wir auch postwendend tun.

Hammam Basar Zürich, Salon

Direkt neben dem Salon gibt’s auch einen Basar: Im hauseigenen Shop können die biologischen Pflegeprodukte, Handwerkskunst aus Marokko, Leuchten und diverse Dekogegenstände gekauft werden. Kat und ich nippen unseren Tee, doch irgendwann gibt’s keine Ausreden mehr: Ab ins Hammam!

Für 48 Franken Eintritt sind im Hammam Basar-Rundgang sämtiche Utensilien, die man dafür braucht* inbegriffen – eine ziemlich coole Sache, da man auch mal «spontan» gehen kann.

Oder, wie sie es auf ihrer Homepage formulieren: «Alles, was Sie für Ihren Besuch benötigen, ist Zeit.»

Nach dem Umziehen klick-klackerst du dann nackt, aber in einer grossen Foutah (Baumwolltuch) eingewickelt und in speziellen, extra fürs Hammam angefertigte Holz-Zoccoli los in den zweiten Stock, wo sich das eigentlich Hammam befindet.

Man empfiehlt übrigens für einen Besuch mindestens zwei Stunden einzuplanen, um davor und danach im Ruheraum etwas auszuchillen (was wirklich nicht schwer fällt, gugg mal)…

Hammam Basar Zürich, Ruheraum – Copyright Susana Bruell Photography

Erleichterung herrscht: Vor dem Starten wird einem der Hammam-Ablauf erklärt und alles gezeigt, uff!

Zu den Utensilien, die man dafür braucht, gehören u.a. ein Stück Savon Noir, eine Art Seifenpaste, mit der du dich im Warmraum zum Starten am ganzen Körper einrubbelst und abduschst. Dafür benützt du entweder eine der vielen Duschen oder den eigenen Gummi-Eimer, um dir schwallartig warmes (oder kaltes! Wasser über den ganzen Körper zu kippen.

Hammam Basar Zürich – Copyright Susana Bruell Photography

Nachdem du dich gewaschen und ein bisschen im Warmraum ausgeruht hast, geht’s in den Heissraum, um zu Schwitzen und Entgiften.

Nach maximal zehn Minuten geht’s wieder zurück in den Warmraum. Ausruhen (zum Glück darf man dabei Quasseln, es ist also überhaupt kein Problem, mit einer Freundin hier zu schwatzen) und und wieder duschen… wobei man sich den Körper mit einem speziellen Gommage-Handschuh peelt… und dann kommt das Highlight des Hammam-Besuches (und mein persönlicher Graus im Vorfeld),

TA DAAAA, DÄ SCHLAMM!

Hammam_Rhassoul

Kein Schlamm und auch kein Schoggipudding, sondern Rhassoul!

Im Aufwärmraum liegt eine Schale Tonerde bereit, die am Körper aufgetragen wird und etwa zehn Minuten einwirken sollte, um die «restlichen Toxine aus dem Körper zu ziehen».

Fun fact: Sieht ziemlich doof aus. Und wenn du es im Gesicht aufträgst*, solltest du nicht sooo viel reden wie Katrin und ich (wääk!)… aber MANN, ist die Haut nach dem Abduschen weich! So gruusig ich das Auftragen (und anschliessende Herumsitzen) im Schlamm finde, so begeistert bin ich ab meiner zarten, straffen Haut!

*Lieber sein lassen, wenn du empfindliche Haut hast: Die ätherischen Öle im Rassoul können die zarte Gesichtshaut reizen, iik!

Hammam_LetsGo

Das ist das übrigens das Nächste, das ich jemals an ein Oben-Ohne-Bild im Internet kommen werde, im Fall.

Jetzt sind wir schon fast durch mit unserem Hammam-Rundgang… nach dem ganzen Warm-Dampf-Schwitz-Reinigungs-Erlebnis geht’s dann in einem übergrossen, trockenen Riesen-Badetuch eingewickelt (deine Foutah ist ja am Schluss total eingeschlammt worden) erneut in den Ruheraum zu einer letzten «ich-liege-jetzt-da-und-denke-an-nichts»-Runde, bei der ich fast einschlafen könnte.

Zum Glück kam man uns holen, denn Katrin und ich haben im Vorfeld noch eine 50-Minuten-Massage gebucht, die wirklich unglaublich gut war und das Entspann-Erlebnis wirklich perfektioniert.

Ich war schon so sauber und entspannt und streichelweich – und wurde dann fast eine Stunde lang mit reichlich wohlduftendem Öl durchgeknetet mit einer coolen Ganzkörper-Kombo aus Thai-, Lomi Lomi und anderen Massagetechniken. Gesamthaft eine der besten Massagen, die ich je hatte – und Katrin ging es nebenan übrigens genau gleich, lies‘ hier! Offenbar arbeiten hier nur echte Massage-Cracks!

DIE GRÖSSTE ÜBERRASCHUNG BEIM HAMMAM-BESUCH:

Einerseits die Architektur des gesamten Hammams, die wirklich eine grosse Ruhe ausstrahlt und wunderschön mit Licht und Schatten spielt…und andererseits der «Salon» – ein wirklich tolles Café und Restaurant, das ich überhaupt nicht gekannt habe und für mich ein wirklich schöner Treffpunkt ist im Seefeld für einen Nachmittags-Tee, einen Lunch oder (hey, bis 22 Uhr geöffnet?) für ein Dinner Date!

Hammam_Salon_Neu

ALL IN ALL? Ich muss zugeben, dass ich im Vorfeld ein bisschen skeptisch war, ob mir dieses Dampf-Chillaxing-Ding liegt – muss aber sagen, dass es ein wirklich schönes Erlebnis ist – und es fühlt sich so richtig ME-TIME-ig egoistisch an.

Ich kann den Hammam Basar Zürich wirklich wärmstens empfehlen als Super-Luxus-Treat für sich selbst an einem kalten Wintertag!

*Das Hammam Basar bietet seit 2017 auch tolle Gesichts- und Körperbehandlungen an: Hier lang, um meine Review des Team Dr. Joseph-Facials zu lesen!*

So, das war unser Kulturschock-Spa-Plausch-Abenteuer der Woche, Darling… auch wenn du jetzt nicht sofort alles hinwerfen kannst, um ein bisschen durchzudämpfen, bin ich sicher, dass dieser Mittwoch etwas ganz Tolles bereit hält. Vielleicht sogar ein überraschendes Fasnachtschücheli!

Hammam Basar, Mühlebachstrasse 157-159, 8008 Zürich. Täglich geöffnet, wobei das Hammam Frauen Dienstag bis Freitag und Sonntag zur Verfügung steht (und ausschliesslich Frauen!), Männer sind Samstag und Montag an der Reihe – jeweils von 10:00 bis 22 Uhr.

Der Salon (Teestube/Restaurant) ist täglich von 10:00 bis 22:30 Uhr geöffnet und ein toller Geheimtipp, der Basar mit tollen, nachhaltigen Beautyprodukten und Geschenken ist Dienstag bis Freitag von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, Samstags von 11:00 bis 18:00 Uhr.

Hammam_Closer

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